27.03.2017

SAU 2017

 
Alle Jahre wieder ..... formieren sich Forumsgrößen um eine SAU unter die Stollen zu nehmen.
SAU ? Wat ös dat dann ? Als SACU bezeichnet man nicht das gängige Tier mit vier Beinen und Steckdosennase, nein es ist vielmehr die abgekürzte Bezeichnung für eine "Sonnnen Auf- und Untergangstour". d.h.  man trifft sich um gemeinsam gemütlich den Sonnenaufgang und später den Sonnenuntergang zu geniessen. Dazwischen wird einfach gebiket, gegessen und Blödsinn verzellt :)
Wie genau das damals entstanden ist und wer genau der "Urheber" der Tour war/ist lässt sich für mich nicht mehr genau nachvollziehen, ich denke es ist aus dem Winterpokal heraus entstanden. Es findet eigentlich auch immer am Ende des Winterpokals statt, die letzte Möglichkeit also nochmal so richtig Punkte einzufahren. Naja wie dem auch sei es wird jedenfalls gefahren, gefahren, gefahren.

Auf geht's dem Sonnenaufgang entgegen !
Alte Schule ... gut zum "sunwatching"
Dieses Jahr wollte ich dann auch mal teilnehmen, verfolge ich den Faden dazu schon eine ganze weile. Für mich war allerdings von vorn herein klar das ich nicht bis zum U durchfahren werde. a) wegen der Kinder und b) wegen div. kleinerer Rücken Wehwehchen die mich dieses Jahr wieder beschäftigt hatten/ haben. Egal ich war dabei !

Herrlich
Los ging et am Laacher See. Dazu musste man gegen 5:30 Uhr erstmal aufstehen, ok, für mich als Familienvater mit zwei kleinen "Frühaufstehern" und seniler Bettflucht nicht das Problem, da aber just in der Nach vor Tour die Uhr umgestellt wurde war das dann eigentlich schon 04:30 Uhr ... Hart aber ok ! Pünktlich um kurz vor Sechs ratterte der Diesel auf der A61 gen Maria Laach. Eine dreiviertel Stunde später stand ich auf dem Parkplatz mitten zwischen anderen Bikewütigen die ihr Equipment an den Start rollten. Sieben Uhr ging's dann los. Erstmal zum SonnenAufgang. Der wurde in einer alten Schule oberhalb des Sees genossen ... schonmal ein guter Start.

Material
Danach stürzten wir uns in den ersten Trail des Tages hinab zum Laacher See. Ein paar seichte Serpentinchen. Ich hatte das Trekkingrädchen an den Start gerollt, ob das geht ? Da ich den Galopper vorher mit Variostütze bestückt hatte ging das auch mit Hardtail relativ entspannt. Nicht so Entspannt war Detlfe auf einmal. Knaaack und sein Schaltauge samt Schaltwerk hatte sich verabschiedet. Ärgerlich an so einem Tag nach nichtmal 2km schon wegen technischem Defekt abrechen zu müssen. Aber "that's life" das kann immer passieren. Wir rollten entlang des See's gefolgt vom ersten Hubbel des Tages. Es ging auf den "Krufter Ofen". Geiler Name ! Dort gab's wieder ein Trailschmankerl. Erst geschmeidig dann eng und verwinkelt. Ziemlich am Ende eine Schüsselstelle die dann alle geschoben haben. Egal der Tag war noch lang genug zum Stolpern ! Weiter ging's über Krufter Waldsee nach Nickenich. Dort war Frühstück in der Burgklause angesagt. Mmmm ... lecka !


A Traum
Ja wo rollen Sie denn ?
Aussicht
Frisch gestärkt konnte die Rollerei nun richtig losgehen. Nächster Punkt war Burg Wernerseck. Auch hier hatte man kleiner Spielerein vorgesehen. Hinab zur Nette, auch hier wurden immer wieder Trails eingestreut. Mal unten am Fluss mal weit oberhalb. Höhenmeter wollten auch gebunkert werden. Hinter Welling ein "traumhaftes" Stück Osteifel. Ein echter Sahnetrail führt wieder hinab ins Nettetal. Ganz schön knifflig mim CC Hardtail, aber nach ein wenig rumprobieren knackt man dann doch die ein oder andere Stelle. Zwischendrin ein Plattfuss, welcher zur aussichtsreichen Pause oberhalb der nette genutzt wurde. Drecks Fliegen hier ansonsten echt schön :))
 
Burg Wernerseck

Wattn Panorama

Nette Wasserfall
Weiter ging's unten an der Nette zum "Nette Wasserfall". Da fällt das Wasser immerhin fast einen Meter tief :) Wir nutzten die schöne Stelle um Plattfuss No.2 am gleichen Bike zu flicken. Danach dann erst noch trailig dann machten wir auf dem Radweg gen Mayen richtig Meter. In Mayen selber legten wir die Mittagsrast ein. Zahlenmässig war hier auch in etwa die hälfte der Tour durch. Teilnehmermässig waren noch alle vertreten. Vollgestopft mit Pizza und Eis machte sich die Meute wieder auf die reise. Die einen gen Sankt Johan die anderen direkt zum Ettringer Bellberg. Ich entschied mich für die "Luschenvariante " direkt auf den Hubbel zu cruisen. Aber auch das forderte ein paar frisch geladenen "Pizzakörner", die Rampe auf den Gipfel war nicht ohne. Dafür entlohnte oben eine grandioses Rundum Panorama. Vom Westerwald bis zur Mosel konnte man da gucken. Wir genossen es in der Sonne bis die andere Gruppe wieder aufschliess. Wir widmeten uns dem Finale. Spielereien an den Ettringer Kletterfelsen danach sollte es auf den Hochstein gehen. Aber nicht mehr für mich. Immerhin hatte ich eine 3/4 SAU verspeist, das sollte für heute reichen. Zusammen mit vier weiteren Teilnehmern machte ich mich auf die Rückreise par Radwege zum Laacher See. Auch heir vernichteten wir nochmal einige Kilometer und Höhenmeter so das ich am Ende auch zumindest satte 75km und 1500hm auf dem Zeigegerät hatte.

360° vom Ettringer Bellberg
Erschöpft aber glücklich machte ich mich so auf die Heimreise. Abschliessend bleibt nur zu sagen: Chapeau ! Das war eine super Veranstaltung. 100% nette Mitfahrer, tolle Trails, super Verpflegung, sauber ausgearbeitet und auch noch wettertechnisch ein absolutes Highlight erwischt ! Kann man aber auch gar nix meckern, und ich kann gut meckern :)

23.03.2017

Jungfernfahrt

Heuer hab ich meine "Jungfernfahrt" als Trailsout für die DIMB IG Köln absolviert. Damit darf man mich jetzt wohl mehr oder weniger offiziell als "Trailscout" beschimpfen Ich will da auch gar keinen großen Stötz drum machen, wichtiger ist das ich euch damit auch in Zukunft mit Touren im Namen der DIMB belästigen werde. Was gibt's besseres als ehrenamtlich Leuten den geilsten Sport der Welt nahe zu bringen und dabei auch noch Spass zu haben ?

Und hier die Teilnehmer der Jungfernfahrt:

Ihr wart echt geschmeidige Mitfahrer alles Top heute ! Top Mitfahrer, Top Wetter,Top Zustand der Trails ....

16.03.2017

Trailpark Kommern Opening

Trailpark Kommern Opening
Fette FAT

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An den Catsstones gibts nette Spielereien

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Mal was neues ausprobiert

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Herrlich da

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Zum Träumen !

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Dann bin ich noch am heiligen Berg was auf die suche nach den alten Pfaden gegangen

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Den hier bin ich zuletzt mal raufgejoggt, hab ihn wieder gefunden

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Da hab ich mir in die Buchs geschissen ! 
Das is nur was für Steilfanatiker. Sieht man auf dem Bild leider nicht so wirklich,aber das ist echt krass steil

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Was war das heute ein Wetterchen wa ?

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Da bleibt man doch gerne mal was länger sitzen und träumt !

War Fett alta !

13.03.2017

Chill-Pre-Spring-Break-Touürschja ins Feytal

Hey Leute ... ich glaube das Frühjahr steht vor der Türe. Dieses Wochenende hat eszumindest schonmal kräftig angeklopft ! Bei geschmeidigen 12°C konnten wir die Sonne im "kleinen Ällgäu" dem Fetal geniessen. Herrlich sowas !Aber genug geschwafelt. Bilder reichen auch ;)









01.03.2017

Der Froschn ist 4 -Ein echter Langzeittest

Was wird in den Bikebravos nicht alles unter Langzeittests angepriesen ...pah ! Läppische Laufleistungen von 1500-3000km werden dort als "Langzeittest" bezeichnet. Da kann der echte Biker nur drüber lachen ! Das ist für manch einen die Laufleistung einer halben Saison. Bei mir nicht ganz aber trotzdem gibt's jetzt hier daseinzigartige Resümee einer 4jährigen Beziehung.

Was hab ich nicht alles auf dem Froschn erlebt. Geschenkt bekommen hat er nichts. Hauptsächlich wurde er nur auf "traillastigen" Touren bewegt, also immer rumpel die pumpel über Wurzeln und Gestein. Alpentrails, Ahrtrail, Moseltrails, belgische Wurzelfelder, Absätze, Stufen, Treppen und ein wenig Airtime hat er hier und da auch mal gesehen. Im großen und ganzen hat er sich wacker geschlagen muss man sagen !
Winterzeit ist Schrauberzeit ! DiesenWinter hab ich den Froschn mal komplett gestrippt und neue Lager verbaut.Nach 4 Jahren war da mal Zeit. Gleichzeitig habe ich auch Gabel & Dämpfer einen Service unterzogen.
Die Stärken: Mit dem Slide erkaufte ich mir Ende 2012 nach mehr als 10 Jahren Hardtail dein Eintritt in die Welt des Federwegs. Mit den 150mm vorne und hinten ging erst auch nicht mehr als mit dem Hardtail,aber einfacher und fehlerverzeihender. Der Frosch galoppiert akzeptabel den Berg hoch und fürein All Mountain wie ich finde auch wuchtig wieder hinunter. Nach und nach traut man sich so mehr und mehr ... in kleinen Schritten immer schwierigere Passagen gemeistert. Der Umstieg auf Flatpedals gab hier auch was zum besten. Nicht das es etwas besonders tolles ist aber es gibt einem für den Hinterkopf gerade in schwierigen Situationen den Tick mehr Sicherheit im Kopf jederzeit den Fuss aufsetzen zu können. Ich fahre weiterhin auch Klicks am Hardtail, aber am Froschn bin ich doch bei den Flats geblieben. Passt einfach ! Und da er dazu noch ein "Oldscool" 26er ist flitzt er auch um Ecken wie der Teufel. Sehr handlich und kompakt das Bike.Mir gefällt das bis heute ......

Die Schwächen: Wo Licht ist ist auch Schatten ! Aber im großen und ganzen war's ok. Die Mangelnde Langlebigkeit der heutigen "Verschleißteile" habe ich ja in der Vergangenheit schon öfters mal bemängelt aber ich denke da muss man sich mit abfinden da der Industrie wohl mehr dran gelegen ist ständig eine neue MTB-Sau durch's Dorf zu treiben statt bestehende Produkte zu verbessern. Als Defekte bleibt zu erwähnen:

Die Gabel hatte gleich nach einem halben Jahr schlapp gemacht. Bekanntes Problem der Fox Evo Gabeln, eingeschickt nach 1 Woche repariert wieder bekommen und der Froschn leif wieder. Das war ok.

Der Originale Sun Laufradsatz streckte nach ca. 4000km die Flügel. Lager Schrott und hinten einen Achsbruch. Achse wurde auf Garantie getauscht, die Lager hatte ich selber mal ausgetauscht.

Riss in der Kettenstrebe. Bemerkt hatte ich das schon 2014. Ich war mir nicht sicher ob der Riss nur in der Pulverbeschichtung war, hab's daher mal Röntgen lassen. Aufdem Film war auch kein Riss zu sehen.Ich besorgte mir aber Vorsichtshalber eine neue bei Radon die mir nach in Augenscheinahme des Risses eine neue jedoch blaue Kettenstrebe zur Verfügung stellten. Schon komisch das nach 2 Jahren bereits kein Ersatzteil mehr in Original Farbe erhältlich war. Machste nix ! Bin das ganze dann aber noch fast 3 Jahre so weiter gefahren, immer mit einem Auge drauf. Beim großen Wintercheckup vor zwei Wochen dann habe ich sie getauscht da mittlerweile ein dauerhaftes knacken zu hören war. Nach ein wenig Lack abschleifen sah man dann auch den Riss im Material.

So sieht eine Kettenstrebe nach 4 Jahren beschuss von unten aus :)
Das war's auch schon, der Rest war eigentlich immer nur Austausch von "Verschleissteilen". Da hat die Qualität meiner Meinung nach die letzten Jahre stark nachgelassen, aber das liegt dann eher an den Zulieferern. und folgendes habe ich durchgehauen:

2 Steuersatzschalen unten ( IS52 / Original FSA, dann CaneCreek 40 jetzt Acros, der hält ganz gut bis jetzt )
2 Innenlager ( das erste schon nach 1500km :( )
3 Kassetten
7 Ketten
7 Reifen
4 Bremsscheiben
14 SätzeBremsbeläge

Wie man sehen kann haut man mit dem Ding die Bremsbeläge durch wie Toastbrot.Liegt aber wohl eher am Fahrstil, sowie am Gelände und natürlich am Systemgewicht ;) Fahre allerdings auch meist Resin Beläge da die Metalbeläge im Nassen zu sehr quietschen

Der Froschn hat jetzt eine blaue Keule ! Egal passt einigermassen und Optik ist zweitrangig :)
Das ein oder andere habe ich natürlich auch ein wenig modifiziert

Cockpit: Ergon Griffe, 60mm Ritchey Trail Vorbau und 740mm Ritchey WCS Trail Lenker sorgen für einwenig mehr Komfort und Agilität.

Bremse: die Originale Formula ist von Haus aus auch bissig, allerdings hatte sie trotz 203er Scheibe in meiner Gewichtsklasse bei längeren anspruchvollen Abfahrten mit Fading zu kämpfen und ein wenig zickig war sie auch was Kolbenund Klingeln anging. Daher tauschte ich sie letztes Jahr gegen eine Zee.Dieist ein echter Anker und dazu Shimano-Bremsentypisch sehr einfach und unproblematisch. Eine Top Bremse zu einem TopPreis !

Antrieb: Original war eine 3fach Kurbel verbaut. Bin jetzt kein 1fach Hipster aber so viel Kettenblätter braucht dann auch kein Mensch. Von Daher stellte für mich die 2fach Kurbel die optimale Lösung dar. XT Kurbel mit 36er und 22er Deore Kettenblatt ist ein Top Kompromisswie ich finde. Das ganze geht auch mit dem Original 3fach Umwerfer wenn man ihn vernünftig einstellt.

Laufräder: Wie schon erwähnt waren die Sun Ringle Laufräderzickig. Halte eh nicht viel von Sun, da Platzt einem andauernd der Freilauf weg. Bei H&S habe ich dann für 170€ einen echten Schnapper gemacht. Ein DT Swiss Laufradsatz im passenden grün.Top ! Hätte nicht gedacht das der so robust ist. Läuft immer noch eins A. Zudem mit 23mm Innenweite ein bisschen breiter als die originalen 19mm.

Dämpferbuchsen: habe ich vor kurzem gegen Huber Buchsen getauscht da ich eh alle Lager getauscht habe. So wirklich einenUnterschied konnte ich bisher nicht ausmachen. Kosten aber auch annähernd das gleiche wie Original.
Zugverlegung am Schaltwerk nicht ganz einfach will man keine gefährliche Schleife haben
Daswar's dann auch schon was es zum Froschn zu sagen gibt. Alles in allem bin ich noch immer sehr zufrieden mit dem Bike und ich fahre es wirklich gerne,weswegen es so schnell dannauch wahrscheinlich nix neues gibt.Auch wenn er gegen die heutigen Hightech Teile manchmal wie ein Baumarktsbike wirkt. Aber manchmal ist es danndoch auch ein Genuss den ein oder andern daran zu erinnern das der Fahrer eigentlich das Maß der Dinge ist und nicht das Material ;)