20.12.2009

KRKADS-Knecht - Ruprecht - Knüppel - Aus - Dem - Sack

An einem sehr kalten Dezemberwochenende fanden sich ein paar Winterharte Biker im beschaulichen Kommern zusammen, um die Knecht-Ruprecht-Knüppel-Aus-Dem-Sack- Tour zu fahren. Dabei sollte es sich um eine Runde über Trails der näheren Umgebung handeln, wobei es dann hin und wieder was aus dem Sack gab. Aufgrund der frostigen Temperaturen ließ Knecht-Ruprecht den Knüppel zu Hause und packte etwas Frostschutzmittel ein. Eingeladen waren viele doch letztendlich blieb es bei drei Teilnehmern, kein wunder zeigte der Tacho "nur" -5°C beim start der Tour an. Am Tage zuvor warens sogar satte -10°C was wahrscheinlich auch schon einige Teilnehmer abschreckte. Hinzu kam noch ein laues Windchen und drei bis vier Schneeflocken. Udo, Donner und Hubert liessen sich jedoch von nichts abbringen und kurbelten zunächst mal in Richtung Wolfgarten. Das vorhaben wurde irgendwo hinter Hostel verworfen, jammerte einer der Teilnehmer bereits über Zugluft in der Unterhose. Wir drehten dann ab und verschwanden im Eickser Busch. Beim Waldkapellchen gabs dann erstmal was aus dem Sack. Weiter hinauf am Freillichtmuseum vorbei wurde ein Einkehrschwung in Kommern Hang geübt. Nach reichlich Frostschutzmittel und dem entfrosten der Füsse vor dem Kamin ging's weiter. Vorbei an der Tingstätte und durch dem Mühlenpark steuerten wir die Barbarakapelle an. Auch hier hies es wieder: "... aus dem Sack !" Mit roten Bäckchen und gefühlten 28°C im Schatten gings dann hinunter nach Burgfey. Zielstrebig ging's dann in den Trail beim Feybach in Katzvey. Danach ging's durch den Schuwaldtrail in die Schavener Heide. Hier steuerte man dann eine Trailabfahrt nach Schaven an wo Knecht Ruprecht dann seine letzten Reste aus dem Sack holte. Das Trio-Infernale steuerte daraufhin wieder gen Heimat wo die Tour noch einen feucht-gemütlichen Ausklang im Stollen fand. 

Fazit: Das sollte eine feste Instution am Ende des Jahres werden, hat ne Menge Spass gemacht.














06.12.2009

Ahrtahlglühen mit den Tomburgern.

Zum Nikolaustag hatten die Tomburger ins schöne Ahrtal zum Ahrtalglühen eingeladen. Das ist bei denen anscheinend Tradition, da es schon öfters stattgefunden hat. Organisator der Tour war Uwe, der wahrscheinlich schon zwischen Koblenz und Köln hinter jeden Stein der Eifel geschaut hat. Ich sammelte in Euskirchen noch Martin und Jürgen ein und dann flitzten wir im Familienbomber nach Ahrweiler zum Bahnhof. Hier wartete bereits eine schar an Bikern. So nach und nach traf dann die ganze Horde ein. Michael hatte für die ganze Truppe "Weckmänn möt Pief" gebacken, super Aktion, ich bekam auch einen ab, thx Micha ! Nachdem dann genug rumgeschwad war kurbelte man so langsam los.

Zu den Tomburgern gibt's eigentlich folgendes zu vermelden: ein Trupp Biker und Bikerinnen, die sich regelmässig an der Tomburg bei Rheinbach oder auch an anderen Orten der Eifel zum gemeinsamen biken treffen. Dabei habe ich bisher schon einige Verhaltensregeln / Schemen entdeckt: zum einen fahren Tomburger NIE zum Spass ! Zum anderen kommen immer weniger Tomburger ins Ziel als am beim Start losgefahren sind. Unter diesen Regeln tat man sogleich das nötigste um einen Mitstreiter loszuwerden. Diesen versuchte man auf einer glitschigen Brücke im Brückentrail beim Kalvarienberg loszuwerden. Der arme Kerl lag Rücklings im Bach und schien langsam von hinten vollzulaufen. Man half im wieder auf's Bike und weiter ging die Rutschpartie über die letzten paar Brücken. Dann wurd's erstmal still. Ein längerer Anstieg zum Steinhalskopf sorgte für den ein oder anderen roten Kopf ! Hier oben war viel los, ne "Glöhwingbud" war aufgebaut und einige Leute machten auf Feuerchen auch Glühwein heiß. Ich zog mir auch ein Becher von dem würzigen Gesöff rein. Dan ging's weiter. Über Häuschen ging's durch de Bösch nach Ramersbach. Einige kleinere Trails lagen auf dem Weg. Beim Steckenbergturm wars dann langsam etwas dunkler, so das die Beleuchtung ins Spiel kam. Den folgenden Trail nahmen noch alle Teilnehmer souverän. Uwe gab jedoch sein bestes im folgenden weitere Tomburger abzuwimmeln. Er unterlag ja schliesslich dem Regelzwang ! Beim Lennetrail gab's dann tatsächlich einen wüsten Einschlag. In einer Senke hebelte es einen Mitstreiter ( Namen sind Schall und Rauch ! ) aus. Dieser machte demzufolge "en Jeseeschsbremsung" was auf Deutsch so viel heisst wie "Aua". Der Schreck stand auch einigen anderen ins Gesicht, nach einer ersten Diagnose von Fr. Dr. Redfraggle gab's Entwarnung. Die Nas wurde "Jetäpt" der Teilnehmer wurde von Martin sicher zurück zum Bahnhof geleitet. Der Rest der Truppe fuhr dann etwas verhaltener weiter. Es rüsselte jedoch hier und da dennoch den ein oder anderen hin, ging aber alles glimpflich ab. Krönender Abschluss der Tour war dann die Winkelgasse im dunkeln. Sah super aus wie die vielen kleinen Lämpchen da runter kamen. Nachdem wir unsere Freude über das gerade erlebte wieder gut versteckt hatten ( bed. Reg. No. 1 ) steuerten wir den Weihnachtsmarkt in Ahrweiler an wo die Tour dann ihren Ausklang fand. Resüme: Hat Spass gemacht mit euch Tomburgern, auch wenn ich somit gegen die Regel verstosse :)
 


 

04.11.2009

Nightride Saison 2009 ist eröffnet.

Nachdem ich mir nun auch endlich mal eine vernünftige Lampe zugelegt habe, kann die Dunkle Jahreszeit ruhig kommen. Nach einem Pannenreichen ersten Nightride letzte Woche, wir hatten sage und schreibe drei defekte Schläuche dabei, geht's diese Woche richtig los. Heuer war ich mit Wilfried und Carsten eine Runde in der näheren Umgebung von Kommern unterwegs. Nachtbiken ist schon was ganz anderes. Man muss sich bei der Orientierung schon ein wenig mehr konzentrieren zumal zur Zeit das Laub die Wege recht unkenntlich macht und auch die ein oder andere Überraschung verbirgt. Aber mit der richtigen Ausrüstung macht das ganze mächtig Spaß. Morgen geht's dann mit Martin von Euskirchen aus Los. Muss auch denn nur so kann man fleissig Punkte für den Winterpokal sammeln.

Hier noch ein Bild vom Nightride:

31.10.2009

Hubert unterwegs mit dem RSV Euskirchen

An einem schönen Samstagmorgen reiste ich zusammen mit Bikekumpane André nach Walporzheim an der Ahr. Der RSV Euskirchen hatte zur Abschlusstour 2009 geladen. Die Tour wurde dan organisiert von Martin, einem regional sehr bekannten Biker der auch schon so manche Seite der Bike schmückt. Es traten dann einige weitere Mitfahrer an, die auch alle dem RSV anzugehören schienen. Mit Martin, Henning, Andre und mir warens dann vier Leute die vorwiegend auf dem MTB sitzen die anderen sechs treten hauptsächlich auf dem Rennrad in die Kurbel. Getroffen haben wir uns auf einem Wanderparkplatz unterhalb der Katzley, einem alten Steinbruch, wo's dann auch gleich in den ersten Trail ging. Hier warteten dann auch gleich ein paar kleine Prüfungen. Ein Absatz der bei mir Zahnverlust am Kettenblatt bedeutet hätte hab ich dann auch getragen. Für Henning und Martin genau richtig zum warm werden.

Nach einer kurzen Asphalteinlage über den Ahrtalradweg ging' laaange hinauf zum schwarzen Kreuz. An dem ersten längeren Anstieg zogen die RR'ler gleich vorne weg. Ich dämelte gemächlich der Meute hinterher.Oben steuerten wir dann den nächsten Trail an. Es ging den Neuenahrer Berg in Spitzkehren hinunter. Ein feiner Trail der seeehr viel Flow hat, man kann die Spitzkehren richtig schnell fahren. Henning und Martin zeigten mir eine gute Linie durch Kurvengewirr. Nach diesem ersten endorfinschub ging's wieder hinauf zum schwarzen Kreuz und diesmal dann zum Steckenberg wo auch wieder feine Trails auf uns warteten. Darauf zündete Martin ein wahres Trailfeuerwerk. Es ging über den Lennetreil, die Achterbahn und die Winkelgasse. Ein Tail spaßiger als der andere. Unten war ich dann vor lauter grinsen im Gesicht kurz vor der Gesichtsstarre. Jetzt kam erstmal was zum entspannen. Nach kurzer Überführung durch Ahrweiler ging's zum Calvarienberg und dem dortigen "Brückenpfad". "Alter Schwede wo ist denn hier der Gondoliere ?" dachte ich so. Ich weiss nich mehr wie viele kleine Holzbrücken über diesen schmalen Bach führten, schätze mal so sieben bis acht.

Hier rauf folgte dann wieder ein Anstieg zur Katzley. Leider musst Rainer hier die Tour abbrechen, es ging ihm nicht mehr so gut, gute Besserung noch mal, hoffe des war nix schlimmeres Rainer ! Der Katzley-Trail war dann schon etwas derber. Die Spitzkehren waren hier schon bedeutend enger und auch teilweise felsig und steil. Henning trickste in einigen Serpentinen dermaßen das ich vor lauter zugucken fast selber das fahren vergessen hätte. Unglaublich was der Kerl mit dem Bike anstellt. Einige Spitzkehren waren auch hier für mich nicht fahrbar. Egal, ist noch kein Meister vom Himmel gefallen also schön weiter üben. Nun ging's wieder hinauf auf den Krausberg. Nach kurzem Plausch mit den Wanderern an der "Gipfelstation" stürzten wir uns in die nächste Trailabfahrt. Ein paar geile Serpentinen später war der Spass schon wieder vorbei. Schade, das könnt ich den ganzen Tag machen. Aber einen hatte Martin noch. Nach einem letzten recht zähen Aufstieg zur Alfred-Dahm-Hütte folgte ein würdiger Abschluss der Tour. Ein Trail mit 14 Spitzkehren schlängelte sich den steilen Hang hinunter. Hier kam ich dann auch immer besser zurecht. Linksrum ging's ganz gut rechtsrum musst ich hier und da noch den Fuss aufsetzen. Allerdings hatte ich nach einigen Kehren ganz schön Aua vom Bremsen an der rechten Hand. Wahrscheinlich doch noch zu verkrampft ;) Unten stießen wird dann noch auf eine große Gruppe Wandervolk die staunend stehen blieben und dem Treiben zuschauten. Die machten sogar Fotos von den Bikern im Hang. Wahnsinn, hab ich in der Eifel so noch nicht erlebt, so sollte das immer sein.

Wir rollten dann noch gemütlich das kurze Stück bis zum Parkplatz aus und packten die Bikes wieder ins Auto. Ein perfekter Tag auf dem Bike war zu Ende. Perfektes Herbstwetter, super Trails und ne super lustige Truppe unter kundiger Führung eines klasse Guides. Danke für diese tolle Tour Martin !

18.10.2009

Kirmessonntag mit Hubert oder Wet wet Grass, makes the as nass !

Sonntag morgen. gerade mal 1°c zeigte das Thermometer beim Bröcthen holen. Locker bleiben bis 10 is noch lang. Dann wars 10 und es waren schon 5°C, na immer hin. Udo kam mich schon zu Hause holen, na gut ich war 2 Minuten zu spät. An de Kirmesbud warteten dann jedoch keine weiteren Mitstreiter. Udo hatte zwar jemanden gesehn, dem wars aber vielleicht doch was z ukalt geworden oder so.




Also ging's mit zwei Teilnehmern los. Zunächst über altbekannte Trails am Tennisplatz Kommern-Süd und im Bergschadensgebiet in Mechernich. Hier ging Udo mit 1:0 in Führung, kurz darauf komponoierte ich durch einen Geistesblitz das Tourmotto ( siehe oben ). Hierauf folgte hnter Bergheim ein wurzeliger Trail hinunter nach Vollem. Zwischendrinn hatten die Hobbyförster mal wieder ganze Arbeit geleistet. Die Deppen haben das Holz über die komplette Wegbreite gestapelt so das eine Kletterpartie vom feinsten notwendig war. Unten gings dann bei Urfey ins Königsfelder Tal hinein. Wie ich finde eins der schönsten Täler in der näheren Umgebung und ganz besonders im Herbst wenn die Sonne auf die bunten Bäume scheint. Das Tal verließen wir dann nach Keldenich worauf's hinüber zur Stolzenburg ging. Nach kurzer Rast folgte der Trail hinunter nach Urft. Durch das feuchte Laub mauserte sich manch wurzelige Passage zur Rutschpartie. Unten folgte dann ein Anstieg und ein weiterer Trail hinunter zur Urft. Auf der anderen Seite des Flusses gings dann wieder hinauf, flach kann ja schliesslich jeder ! Wir folgten dem Eifelsteig. Oben bogen wir dann rechts in einen weiteren Trail ein. Nach ein paar Meter war dann auch erstmal schieben angesagt, das Hinterrad war am "dörschdrähe wie beklopp". Schwer matschig hier. Weiter durch herrliche Herbstwälder ging's hinter der Hallenthaler Mühle einen weiteren Trail hinauf nach Steinfeld. Der war janz jut zugewuchert. Wir sammelten an Armen und beinen so komische Seeigel ein. Am Kloster dann erstmal ne kruze Rast. Paar Energieriegel wegjeputzt und was getrunken. Runter ins Tal und auf der anderen Seite wieder hinauf nach Rinnen durch einen Steinbruch. Dann nochmal runter in den Ort und nochmal rauf zum Pferdekopf nach Golbach und über eine schöne Abfahrt nach Straßbüsch. Hier beschlossen wir dann den direkten Weg in die Heimat zu nehmen da wir für heute von matschigen Trails genug hatten. Über Kall gings dann am Bleibach entlang bis nach Strempt und ab hier über Elisabethhütte und den Mühlenpark nach Hause wo's auf der Kirmes dann erstmal nen leckeren Kakao mit Rum gab. 



Schön herbstliche Tour mit very matschigen Trails.Das ständige auf und ab forderte den ganzen Biker. Schade das wir "nur" zu zweit waren, mit ein paar Teilnehmern mehr wärs sicherlich noch lustiger geworden. Die Tour sollte jedenfalls im Sommer nochmals wiederholt werden, damit man die Trails mal bei trockenem Geläuf genießen kann.


14.09.2009

Rhens, mein erster Marathon !

Naja, eigentlich kein richtiger denn der Marathon als Rhens ist ehe als sportliche Touristikfahrt mit Massenstart ausgeschrieben. Im März erfuhr ich von zwei Radrebellen vom Marathon in Rhens am Rhein. Diese waren von der Veranstaltung begeistert und meinten das ich doch einmal mitfahren solle. Hab mich dann nochmal im Internet kundig gemacht und entschieden das Ding ist gebongt ! Sonntagsmorgens ging's dann schon um 5:00 Uhr aus den Federn. Alter Schwede war das früh. Ich muss wohl mit dem Klammersack gepudert sein so früh fürs Mountainbiken aufzustehen. Um kurz vor sechse ging's dann los. Mit Ilka und Holger nach Kalkar, dann wurde die Gruppe um Petra, Peter, Caro, Hans und Hans-Georg erweitert, in Arloff packten wir Robert ein und in Rheinbach Julia, Volker und Torsten. Wie es sich gehörte für Sonntagmorgen war die Autobahn frei, wer ist auch schon so ballaballa außer uns und reist schon durch die Gegend. Nach der Anmeldung wurde erstmal gefrühstückt. Das war im Startgeld mit drin und war doch recht zufriedenstellend. Noch schnell auf die hoffnungslos überforderte Toilette und dann stellten wir uns so langsam in die Startaufstellungen. Ich hatte mich für die 50km Runde angemeldet, wie die anderen auch, bis auf Hans der fuhr die 75er. Und Petra, die war für den Teamsupport zuständig :) Pünktlich um 09:00 Uhr fiel dann auch der Startschuß. Es tat sich jedoch zunächst nichts. Es waren 870 Teilnehmer an den Start gerollt so das es zunächst einmal eine weile dauerte bis sich alle Biker in Bewegung gesetzt hatten. Nach geschätzten 3 Minuten ging's dann los. Durchs Stadttor rollten wir gemächlich an und kamen kurz dahinter auch gleich zum stehen. Stau ! Die Strecke zweigte nach gerade mal einem oder zwei Kilometer links in einen schmalen Feldweg was zu einem weiteren Stau führte. Hier standen und schoben wir dann weitere 5 Minuten bevor's dann erstmalig ein wenig flüssiger vorwärts ging. Ilka, Holger und Hans-Gerog waren beim Start noch direkt hinter mir, ich hatte sie jedoch schon nach den ersten Kilometern irgendwie aus den Augen verloren, also gab ich erstmal Kette rechts. Es ging zunächst mal gleich fies hinauf bis zum Kronenhof, wo dann rechts rum der erste Trail in die Wolfsdelle wartete. Nach dem kurzen Stück hinunter ging's am Mühlenbach entlang wieder leicht bergan. immer wieder zogen von hinten schnellere Fahrer vorbei und auch ich konnte zunächst ein paar Teilnehmer trotz noch moderatem Tempo hinter mir lassen. Dann kams nochmal zu einer Engstelle. Die Auffahrt auf den Födersbacher Berg war schon ziemlich augelutscht und steil so das hier auch aufgrund der Anzahl an Bikern nur schieben angesagt war, dachte ich ! Bis von hinten ein paar Cracks den Hang hinauf geknallt kamen als ob's nix gewesen wäre. Schon beeindruckend was denn möglich ist. Als "fast" 0,09 Tonner musste ich jedoch weiter schieben. Oben dann wieder auf den Sattel, die Steigung war jetzt modrater. Auf einer Forstautobahn gings in Spitzkehren den Hang hinauf. Unterwegs schloss ich auf Robert auf. Nach einem kurzen Plausch trat ich wieder meinen Rhytmus und fuhr weiter. Kurz darauf schloß dann Torsten auf mich auf. Wir fuhren dann eine ganze weile zusammen. Zunächst schoben wir am ersten Verpflegungsstand etwas Flüssigkeit und Obst nach, dann stürzten wir uns in den nächsten Downhill. Ziemlich schnell gings hier runter und durch diverse Schotteraufwürfe konnte man hier und da mal nen Sprung wagen. Nach einer kurzen Rampe ging's dann wieder hinunter Richtung Rhein. Immer wieder waren tolle Waldwege dabei die durch Fahrrinnen auch ein klein wenig Fahrtechnik forderten. Dann ging's auf Asphalt in engen Kehren hinunter zum Rhein bzw. Petersbach. Gleich dahinter in den nächsten Uphill. Ich konnte Torsten zunächst noch ganz gut folgen, im Uphill fuhr er mir aber jedesmal ein wenig davon, naja egal, muss man mal beißen. Vom Ohlenberg ging's dann in den berüchtigten Trail den Weinberg hinunter. Hier hatten Torsten und ich einen Experten der Gatttung "Wie fahre ich über meine Verhältnisse" vor uns ! In jeder Spitzkehre war der Kandidat kurz vorm Sturz und er bremste uns jedes mal zusammen so das der an sich schöne Trail ein wenig seinen Spass verlor. Dabei war der gar nicht so schwer wie erwartet. Dem entsprechen waren Torstens und mein Hals unten geschwollen. Also erstmal wieder frei blasen. Nach einer weile am Rhein entlang ging's auf Asphalt den Petersberg hinauf. Auch mal ne niedliche Rampe. Ham wir aber ganz gut gemeistert und oben dann erstmal relativ flach auf der Höhe entlang geradelt. Am nächsten Verpflegungsstand trennten sich dan Torstens und mein Weg, Torsten beschloss schnell weiter zu fahren was auch für mich o.k. war fuhr ich doch eigentlich einen Tick über meine Verhältnisse. Nach ein wenig Apfelschorle und nem Banänchen ging's weiter im Weinberg. "Puh, ganz schön warm hier" fiel mir mal nebenbei so ein ! Bei der nächsten Rampe merkte ich langsam das die Beine schwer wurden. Denke das auf dem Jakobsberg mein Kopf genauso rot war wie mein Helm :)



Am Christkopf wartetet dann die nächste schweinerei auf die Teilnehmer. Es ging in eine fiese Rinne hinein. Die war mit Gehölz zugeworfen und in der Mitte war nur eine schmale Fahrspur, zudem wurde das Teil nach oben immer steiler und steiler. Ich fuhr zusammen mit 4 weiteren Kandidaten in die Rinne hinein. Keiner wollte absteigen aber unsere Köpfe schienen gleich zu platzen. Dann ! Endlich stzte einer den Fuss auf den Boden und alle anderen folgten. Also schoben wir mit einem grinsen im Gesicht den Hang hinauf. Oben dann erstmal wieder aufsatteln und hinunter. Aber nur kurz der nächste Anstieg wartete schon. Es ging am Tauberbach hinauf, zunächst gemächlich und oben dann nochmal fies steil. Hier überholte mich dann auch Hans, der auf der 75km Runde unterwegs war. Nochmal schönen Dank für den Fahrtwind Hans, das hat den Berg rauf schon geholfen :) Oben dann am letzen Verpflegungsstand nen Becher Wasser reingequält. "Nur noch 5km den Berg runter !", quäkte der Mann hinterm Stand. "Jaja" dachte ich und erwartete nochmal ne Schweinerei. Aber er sollte "fast" recht behalten. Es ging wirklich nur noch bergab. Aber es ging am Ende nochmal über einen Wiesentrail der so derbe ruppig war das das gar nicht gut für die dritten war :) ! Mit nem Hardtail musste man hier schon aufpassen das es einem nicht den Lenker aus den Händen schlägt. Also festkrallen und nochmal Kette rechts bis ins Ziel. Nochmal für den Fotograf nen BunnyHop gemacht und dann war's endlich geschafft. Total ausgelutscht trödelte ich ins Ziel über die Treppe ans Rathaus wo ich dann von Petra, Peter und Torsten empfangen wurde. Nach und nach trudelten dann auch die anderen wieder ein. Dann mal unter die Dusche. Wusste gar nicht das Duschen so schön sein kann ! Nach ner "Kump Nudele" und ein paar Kaltgetränken machten wir uns dann auf die Heimreise.



Super Wetter, super Tour, super Verpflegung, super Dusche ! War ne tolle Veranstaltung. Einzig der Stau am Anfang der Tour war ein kleiner Wehrmutstropfen. Aber schätze der Veranstalter war mit über 800 Teilnehmern überfordert und ich bin sicher das die's im nächsten Jahr verbessert wird. Alles in allem bin ich mit mir zufrieden. hatte ich mir vorher irgendwas zwischen drei und dreieinhalb Stunden als Zeit vorgenommen so lag ich dann letztendlich noch im Soll. Mit ein paar Kilo weniger auf den Hüften und ner vernünftigen Vorbereitung ist sicherlich noch was drin. Aber das kann man dann ja näcchstes Jahr machen, denn hier war ich sicherlich nicht das letzte mal ! Danke an Ilka, Holger, Petra, Petra, Caro, Robert, Julia, Voler, Torsten, Hans und Hans-Georg für diesen tollen Tag !



Distanz: 50 km;
Höhe: 1300hm
Max.Steigung: ca. 27%
Zeit: 03:26:21 ( incl alles )
Platzierung: 230 von 441


12.09.2009

Vulkanbike 2009 in Daun

Die Wolken hingen noch tief als ich das Haus am Samstag morgen verließ. "Hm, wird schon." dachte ich und sammelte erstmal die anderen Mitstreiter ein. Für meinen zweiten Marathon hatte ich mir den Vulkanbike in Daun ausgesucht. Es hatten sich bereits ein paar bekannte angemeldet, andere sollten noch hinzukommen. Zuerst sammelte ich Bikekumpane Holger "Bergziege" ein, leider konnte Fr.200Puls nich mit, wir hätten bestimmt die 220 geknackt ! Weiter gings ins Nachbardorf . Es schlossen sich Georg "Cappuccino-Tourer", Ute "Ich-fahr-mal-eben-unter-die-TOP10", Hans "Killerwade" und Klaus "Ich-mach- alles-platt" dem Tross an. Kurz vor der Autobahn sammelten wir noch Carsten "Michelsberg-bezwinger" ein. Der Convoy war komplett und wir schossen ab gen Daun. In Daun wurd erstmal ausgepackt, umgezogen, aufgepumpt, gefrühstückt, angemeldet, nach gemeldet, jeluurt, jeschwaad un mal die Lage gepeilt. Ups, schon nach neun jetzt aber schnell in den Startblock. Wir hatten uns alle bis einen für die Halbmarathon Distanz eingeschrieben. Carsten wollte für seinen ersten Marathon die kurze Distanz mal probiern. Holger, Georg und ich standen dann im 4. und letzten Block, die anderen zwei Blocks vor uns. Es dauerte dann doch noch eine ganze weile bis zum Start. Kalter Eifelwind ließ die Mitstreiter bibbern, manch einer hatte Gänsehaut wie 40er Schmirgel. Da zahlt sich doch mal wieder so ne kleine Killerplauze wie ich sie hab aus :)



Nach dem "Yeeeha"-Start ging's erstmal relativ locker los.Der Star der Veranstaltung, Bart Brentjes war mittlerweile schon eine Stunde frührer ins Rennen gegangen und wahrscheinlich schon fast rum. Meine Knochen waren kalt und mussten erstmal wieder gangbar gemacht werden. Nach ca. nem Kilometer fuhren wird dann über die rote Matte, ab hier wurde die Zeit genommen. Holger und ich machten trotzdem erstmal relativ locker weiter, die Keulen waren immer noch eingefroren. Hinter Rengen zwängten wir uns dann durch eine Unterführung die unter der Bundesstrasse durchführte. Links Beton, dann ein halber Meter zum fahren links Wasser. Kleines Abenteuer hier, möchte mal wissen wie der erste Block hier reingeflogen ist. Dann kamen erste 100hm zum warm werden. Oben wars schon etwas wärmer, aber immer noch lauwarm. Also das ganze nochmal. nach dem zweiten 100hm Hübbelchen bei Hörscheid war dann Betriebstemperatur erreicht, die Pulsuhr konnte abgelegt werden denn der Herzschlag war im Hals zu spüren.




Also nahmen wir langsam fahrt auf. Vor dem Schalkemehrener Maar wartete dann eine etwas längere Steigung und nochmal eine kurze Rampe auf Gras hinauf zur ersten Verpflegungsstation. Hier wurde erstmal das Blösje geleert, mussten wir beide schon seit dem Start pinkeln. Auf dem Zaun des Segelfluggeländes war dann auch lieblicher Weise kein Strom drauf sonst hätte man am Verpflegungsstand nochn paar Bratwürste verkaufen können. Nach ein wenig Verpflegung ging's dann weiter. Über wein wenig Trail, staubige Abfahrten und hier und da auch mal ein wenig kniffliges aber nie wirklich schwieriges Geläuf erreichten wir die Üdersdorfer Mühle. Holger und ich nahmen uns dann immer wieder vor etwas langsamer zu fahren um nicht schon frühzeitig zu ausgebrannt zu sein. Das klappte meistens immer so lange bis wieder irgendwer in Sichtweite kam. Vorbei an lustigen Cowboys mit Stubis am Hals gings über perfekt zu fahrende Wege an der Lieser entlang. Irgendwie hab ich das gemütlicher in Erinnerung.




Es folgte nach der überfahrt der Lieser eine kurze Rampe und dann eine längere doch recht zähe Steigung um Üdersdorf herum. Dann folgte aber auch zur Regeneration die zweite Verpflegungsstation und ne genauso lange Abfahrt zum Weiersbach, welcher durch ne Eigenbau-Brücke aus Alu-Gerüstbohlen überquert wurde. Nun wurds nochmal schmerzhaft. Es ging zunächst gemächlich dann jedoch steiler und steiler über ne Skipiste den Mäuseberg hinauf. Hier hatte Holger dann pech. Er musste absteigen da vor ihm eine Dame fast den Adler gemacht hätte. Er klagte aber auch schon seit geraumer zeit über schmerzen im Knie und schob erstmal ein wenig. Die Piste hier rauf war ganz schön zäh, links und rechts des Weges standen neben zahlreichen Zuschauern auch andere Biker deren Gesichter waren so rot und weiß wie das Trikot vom FC. Aber auch an mir nagte jetzt die Schwerkraft. Die Stengel die da die Kurbel betätigen sollten taten dies nur noch widerwillig so das ich am Gipfel des Mäusebergs ziemlich platt ankam. Da ich nicht wusste was jetzt noch so alles folgte beschloss ich erstmal wieder was Energie zuzuführen. Muss wohln lustiges Bild gewesen sein wie sich so mit einer Hand am Lenker und der anderen am Energieriegelchen den Singletrail am Dronketrum runtergezirkelt bin. War mir dann doch zu haarig, also stopfte ich dasTeil direkt komplett in die Schnauze was kurzeitigen Sauerstoffmangel zur folge hatte. Ejal, muss weitergehn. Ich lief dann auf langsamere Biker im Trail auf. Überholen war nicht und so eierte ich erstmal hinten dran. Holger lief dann auch wieder auf. Die folgende Abfahrt ließ ich dann die Bremse lange offen und überholte erstmal die Trailbremsen. Der Rest war dann doch easy-going. Es folgte ein Stück Maare-Mosel-Radweg. Kurz vorm langen Eugen überholte mich dann einer recht zügig, ich hing mich erstmal hinten rein. Aber da hinterherfahren nur Asi ist, zog ich vorbei und wir machten nen Zug auf dem sich dann noch zwei weitere Sportskameraden anschlossen. War schon lustig das Teil mal mit 40 Klamotten in Richtung Daun zu fahren. 



Hinterm Bahnhof ging's dann über die Lieser und nochmal eine letzte Steigung hinauf zum Forum. Hier traten dann alle nochmal kräftig an um dann mit Zweehundort-Buls ins Ziel zu rollen. Holger war dann auch kurz hintermir im Ziel, er hatte zwar meinen Zug auf dem Radweg noch gesehn, kam aber alleine nicht mehr ran. Ute, Hans und Klaus waren bereits im Ziel, Georg kam dann eine halbe Stunde später an, der hatte wahrscheinlich unterwegs noch gegrillt :) Carsten war auch ziemlich gleichzeitig mit uns am Ziel, er hatte sich auf dem ShrotTrack rischtisch ausgetobt, schätze er ist jetzt auch MTB verseucht. Respekt auch an Ute die unter die TOP 20 der Frauenklasse und in ihrer Alters-Klasse sogar unter die TOP 10 fuhr und an Klaus der gut 20min vor mir im Ziel war und den 8. Platz seiner Altersklasse holte. Nimmersatt Hans fuhr abends noch die RWE-Bikenight mit, der war noch scharf aufn Cowboyhut. Villeicht hätte er mal die Jungs mit den Stubis an der Lieser fragen sollen.

Tolles Event ! Das gute Wetter war schon die halbe Miete. Dadurch war die komplette Strecke bestens zu fahren und bot immer guten Grip. Die Streckenführung war sehr flüssig zu fahren, es waren zwar Rampen dabei die waren aber gut anzufahren und nicht als Ü-Ei versteckt. Verpflegungsstände waren auch ausreichend ausgestattet und auch der Startmodus mit den Blockstarts in 5 Minutenabständen fand ich angenehm. Dadurch war die Strecke nie wirklich vollwas auch wieder dem vorankommen zu gute kam. Allerdings muss man auch sagen das man schon ein paar Euronen an Startgeld hinlegt. Ist halt doch ein ziemlich großer Aufwand, der aber auch anders bei knapp 1500 Startern wahrscheinlich nicht anders zu handeln ist. Dank an die Mitfahrer, es war mir ein Fest !

 
Distanz: 60 km
Höhe: 1300 hm
Max. Steigung: ca. 19 %
Zeit: 03:05:02




25.08.2009

Hubi's in Leogang

Kurzerhand haben meine Freundin und ich uns entschlossen doch noch in Urlaub zu fahren. Wohin ? Freundinn braucht was zum entspannen und ich wollte was zum biken. Also Hotel mit Wellness in einer erschlossenen Bikeregion. Wir hatten dann die Wahl zwischen Fügen im Zillertal oder Leogang im Pinzgau. Da ich noch nicht so viel Alpine Erfahrung hatte und Leogang eher nicht so hoch hinaus geht entschieden wir uns für die grünen Grasberge im Pinzgau. Im Arenahotel Riederalm wurden wir dann freundlichst Empfangen. Die Zimmer waren riesig und auch sonst findet man hier allen erdenklichen Komfort. Essen und Service waren auch den ganzen Urlaub über perfekt, so viel zur Unterkunft.

Leogang 23.August 2009: Am ersten Tag hatten wir uns eigentlich ne gemeinsame Tour auf dem Bike vorgenommen. Die Sicht nach oben raus war jedoch miserabel. Nach nem Mittagssnack entschied die Chefin dann doch auf den Berg zu wollen. Also rein in die Bikeklamotten, noch schnell ein Mietbike bei der Bikeparkstation besorgt und rein in die Asitzbahn. Für 16,- beförderte uns beide diese bis zur Asitz Gipfelstation. Hier oben war dann die Sicht erwartet schlecht. Egal erstmal biken. Vom Lift ging's kurz auf Schotter bergan und dann rechts in einen ersten Pfad hinein. Der untere Schönleitenwanderweg (28) führte als feiner Trail hinüber zur Seidlalm. Er war gespickt mit einigen Wurzel und wir stiegen hier und da zur Sicherheit lieber ab. Es war immer noch sehr neblig und die Wurzeln doch sehr rutschig. Wer will schon gleich am ersten Tag einen Hang hinuntersegeln ! Nach zwei Serpentinen und einem Viehtörchen erreichten wir die Alm. Ab der Seidalm ging's dann auf Schotter weiter. Sicht immer noch Tendenz gen null. Nach kurzem knackigen Anstieg zum Wildenkarkogel folgte wieder ein schmaler Pfad bis hinüber zum Kohlmaiskopf. Auch ein eigentlich feiner Trail, wäre die Sicht nicht so schlecht und die Wurzeln nicht so rutschig. Aber man konnte immer wenn's knifflig wurde schieben, von daher nie wirklich gefährlich das Teil. Ab dem Kohlmaiskopf war dann erstmal Abfahrt über Schotter angesagt. Wir bahnten unsern Weg über die Panoramaalm und Wirtsalm zur Burgeralm. Vorher versperrten noch ein paar faule Rindviecher den Weg. Die lagen mitten auf dem Weg und waren nicht willens auch nur einen Schritt bei Seite zu tun. Nachdem wir uns vom Kuhdung befreit hatten rollten wir weiter gemächlich immer gen Tal. Mittlerweile hatte sich zum Nebel auch Regen gesellt. Mir wars egal, ich war eh schon dank Regenjacke am Wegkondensieren. An der Burgeralm vorbei rollte es sich prima auf Schotter gen Tal. Hinterm Gasthaus Eiserne Hand wollten wir eigentlich über den Weitentalgraben durch den Wald nach Hochfilzen. Hier führte der eigentliche Track aber ins Gemüse. Wir haben die Bikes dann kurzerhand durch die Brombeersträucher geschultert was meine Stimmung ein wenig gen Gefrierpunkt drückte. Steffi war's egal. Naja dann geht's ja ! Ab Hochfilzen folgten wir dem Radweg der auch als Skulpturenwanderweg angelegt ist. Überall stehen tolle Schnitzarbeiten am Wegesrand. Leider regnete es immer noch und wir wollten nicht allzu lange verweilen. Über den Radweg rollten wir dann gemächlich zurück nach Leogang aus.

Bei schönem Wetter wär's natürlich noch besser gewesen, aber so auch ne tolle Tour um die ersten Meter mit dem Bike unter die Stollen zu nehmen. Konditionell eher einfach, da lediglich etwas mehr als 300hm bewältigt werden müssen. fahrtechnisch sollte man ein wenig fitter sein, die Trails am Wildenkarkogel und Kohlmaiskopf sind teilweise recht wurzelig und ausgesetzt, können aber immer geschoben werden.



 



Leogang, 24.August 2009: Am zweiten Tag unseres Urlaubs bin ich dann alleine mit dem Bike los. Steffi wollte einen Relax-Tag im Hotel einlegen und ich wollte eine erste "Bergetappe" machen. Ich hatte mir den Track für die Schwarzleotour im Internet besorgt und diese dann abfahren. Hinten raus hatte ich mir noch etwas anderes "eingebaut" um noch ein wenig Trailanteil in die Tour zu bekommen.

Bei herrlichstem Wetter startete ich am Hotel zunächst über den Radweg nach Leogang Downtown. Die Spitzen der Berge ringsum hatten allesamt noch weiße Hauben von Dunst und Nebel was recht lustig aussah. Dann bog ich rechts ins Schwarzbachtal ein, hier begann dann der erste und längste Anstieg. Zunächts ging's auf Asphalt dann auf Schotter stetig bergan. Ab der Matzalm wurde der Anstieg dann etwas fieser steil, hier und da näherte sich der Zeiger der 20% Marke. Hier sollte man übrigends immer schön rechts fahren, mich haben hier und da Geländewagen auf dem Weg zur Asitz ganz schön schnell überholt. Gut 700hm am Stück muss man hier vernichten bis man am Abzweig zur Asitzbergstation ankommt. Es geht jedoch ab hier zunächst relativ flach weiter unter der Asitzbahn durch und dann hinunter zum Abzweig ins Bärental. Um eine Hütte herum windet sich hier die Schotterpiste wieder nach oben, es warten nochmal 250hm bis zur Mardeckhütte. Ab hier folgt man der Schotterpiste bis zum Talschluss des Schwarzleobachs. Die "normale" Route führt ab hier entlang des Bachs ins Tal. Ich hatte jedoch noch etwas Schmalz in den Schenkeln und so kurbelte ich hinauf zu den Spielbergalmen. Die war unten mit nem Schild als Schiebestrecke ausgewiesen. Voll Stolz dämmelte ich hier Sitzenderweise und dank 34er Kassette hinauf. Oben wo's dann flacher wurde war's dann aber doch vorbei mit der Kurbelei, der Wiesenweg war vom Regen zuvor sehr tief und vom Trekker ausgemärgelt. Also schob ich ein paar Meter bis ich wieder Schotter unter den Reifen hatte. Vorbei an der Lindalm, die komischerweise auf keiner Karte drauf ist, erreichte ich die Adamalm. Hier wartete statt Eva noch mal ne kürzere steile Rampe von ca. 100hm. Oben nutze ich das tolle Panorama und die Bank für eine kurze Rast. Umzingelt von Rindern und Kuhfladen machte ich ein paar Bilder, vernichtete zwei Energiespender und dann ging's in den Wanderweg 35. Zunächst ein Karrenweg wurde dieser wenig später zum Wanderpfad. Hier waren einige knifflige Stellen die mich an die Grenze meines fahrtechnischen Könnens brachten. Die Techniker und Trialer unter den Bikern werden hier ihre wahre Freude haben, mir wars stellenweise etwas zu deftig und ich schob bzw. trug das Bike lieber. Nach einigen Metern auf diesem Wanderweg erreichte ich die Rastbodenalm. Eigentlich wollte ich von hier in Richtung Schaubergwerk zurück ins Schwarzleotal. Der Weg war aber gesperrt, so das ich kurzerhand über Teer zunächst ins Tal abfur. Auch so eine Teerpiste bekommt bei über 60km/h gespickt mit Serpentinen einen gewissen Reitz. Unten bog ich dann kurz rechts auf den Radweg ein und dann gleich nochmal rechts ins Schwarzleobachtal. Ich fuhr noch ein paar Meter talaufwärts um dann links auf die Schotterpiste hinauf zur Forsthofalm abzubiegen. Hier warteten dann die letzten 150hm auf mich, schön verpackt auf einen zähen Anstieg bis zur Alm. Die Hinweisschilder die den rest bis oben mit sonem schwitzenden Elch anzeigten hier waren auch voll psycho und demotivierend. Die Forsthofalm war toll angelegt mit einem neuen Holzhotel was komplett aus Holz aufgebaut war. In der nähe kam dann auch eine Piste des Bikeparks hinunter. Ich schaute mir kurz die Cracks im Brustpanzer und Fullface an und dachte "Kann ich auch !". Also bog ich hinter der Alm auf die Bikepark Piste ein. Ich glaube es war die "Flying Gangster" Piste die bald zur "Flying Hubert" mutierte. Gleich am ersten Hübbelchen wuchtete es mich und mein Hardtail in die Luft worauf ich dachte "Wenn das mal gut geht". Es ging. Zwar kotzte meine Federgabel fast die Innereien aus und mein Rahmen war sicherlich kurz vor der Bruchgrenze aber ich hatte das Teil irgendwie auf der Bahn gehalten. Von da an war ich kuriert und eierte irgendwie über diese komischen Brettersteilkurven und Sprunghügel hinunter zum Hotel. Den GPS Track hab ich dann entsprechend nicht über den Bikeparparcour gelegt. Die letzten Meter zum Hotel waren dann doch nochmal ein echtes Erlebnis geworden.

Eine mittelschwere Tour mit einem längeren und ein paar kürzeren aber doch steilen Anstiegen. Man sollte schon etwas schmalz in den Schenkeln haben. Fahrtechnisch wenn man's bei der ursprünglichen Schwarzleotour belässt einfach, wenn man den Abzweig macht wie ich ihn gefahren bin wirds hinter der Adamalm doch sehr technisch. Den Ausflug auf den "Flying Gangster" sollte man als normaler Tourenbiker tunlichst lassen, da man hier nur andere Cracks blockieren wird




Leogang, 25.August 2009: Die dritte Tour des Urlaubs haben wir dann wieder zusammen gedreht. Da Steffi jetzt noch nicht so die Bergrakete ist entschieden wir uns zunächst wieder für den Aufstieg per Gondel zur Asitz. Zuvor hatte ich mir diesmal ein Fully zum testen gemietet, Steffi nahm dann so lange mein Bike. Nach der Gondelfahrt genossen wir oben zunächst das herrliche Panorama und das Sommerwetter. Dann machten wir uns auf die Stollen in Richtung große Asitz. Zunächst gings gleich zum warm werden auf ne steile Rampe. Auf halber Höhe nahmen wir diesmal dann den oberen Schönleitenwanderweg. Im Gegens atz zu Samstag sahen wir diesmal was und der Pfad war auch besser zu fahren als der untere Wanderweg. Das Fully ging auch gut über die Wurzeln. Schon lustig mal den unterschied zu erfahren wenn man Jahre lang nur Hardtail gefahren ist. Von der Seidlalm ging's dann ums Eck zur Poltenalm und dann einen Anstieg von lockeren 100hm hinauf in Richtung Schabergkogel. Dann gings hinunter und ich gab dem Fully mal die Sporen. Läuft gut das Ding. Ab der Rottenbachalm ging's dann nochmal auf Schotter bergauf. OK zwischendrin hatten wir einen sinnlosen Abstecher zur Lochalm gemacht, aber dern zählen wir mal nicht dazu. Auf den folgenden 200hm merkte ich dann doch das das gemietete Kona Dawg nicht gerade zu den leichtesten Exemplaren gehört. Gefühlte 17kg Bike forderten dann doch etwas mehr Saft aus den Waden als erwartet. Aber auch diese Steigung nahm bei der Jahnhütte einmal ein Ende und so gings rollender Weise hinunter bis zur Örgenbaueralm. Hier kehrten wir für eine Brettljause und ein paar gspritze ein. Hm, lecker das Zeugs hier ! Und ne super Aussicht. Wie schon die ganze Zeit eigentlich, führt die Strecke nicht umsonst über den Panoramaweg. Hinterm Örgenbauer wartete dann die nächste Steigung. Wir kurbelten nochmal knappe 180hm den Biberg hinauf worauf dann die Abfahrt bis ins Tal folgte. Wir stürzten uns auf der Schotterpiste hinunter. Steffi nahm das mit dem Stürzen dann etwas zu wörtlich und nahm die vorletzte Serpentine mit maximaler Schräglage was zwei aufgeratschte Hände und eine Schürfwunde am Knie zur folge hatte. Da ich dummerweise auch noch mein ErsteHilfe-Kissen zu Hause vergesen hatte, wie das immer ist wenn man was braucht, entschieden wir uns die letzten Meter ins Tal zu schieben und dann irgendwie den Rücktransport zu organisieren. Unten angekommen war dann ein Postbote so freundlich und nahm Steffi mit zum Hotel. Ich nahm dann ein Bike in die rechte Hand und ab ging's über den Radweg zurück zum Hotel. Manche ham schon etwas doof geguckt als zwei Bikes mit einem Biker auf dem Radweg an Ihnen vorbeikam. Im Hotel hab ich mir den Sturzkandidat dann ins Auto gepackt und zum Doc nach Saalfelden verfrachtet. Nach ordentlich Betaisadona geht's den Händen und dem Knie mittlerweiler wieder recht gut. Waren Gott sei Dank "nur" Schürfwunden. Der GPS-Track führt dann über den eigentlichen Weg an der Sinnlehenalm vorbei, hoffe das passt !

Super schöne Panoramatour. Man hängt ab der Asitz quasi die ganze Zeit im Südhang mit Blick ins Salzachtal. Deswegen aber auch Sonnencreme nicht vergessen ! Konditionell auch schon für etwas Trainierte Einsteiger geeignet, es werden ja "nur" ca. 800hm bewältigt. Der Trail von der Asitz zur Seidlalm ist auch schiebbar da nicht allzu lang. Wer hier im Sattel bleiben will muss allerdings schon fahrtechnisch etwas drauf haben.












Leogang, 26.August 2009: Nachdem ich Steffi morgens nochmal zum Doc für nen neuen Verband gefahren hatte entschieden wir das Madame nochmal nen Relax-Tag im Hotel einlegt ( blieb ja auch nicht viel anderes übrig ), ich wollte derweil mal ne etwas deftigere Tour mit ordentlich Höhenmeter drehen. Nachdem ich dann um kurz vor Elf auf's Rad kletterte zeigte das Thermometer schon geschmeidige 25°C an. "Na das kann ja heiter werden" dacht ich und radelte erstmal gemütlich in Richtung Hochfilzen. Auf dem Radweg schaute ich mir wieder die schönen Skulpturen des Skulpturenwanderwegs an. Vorbei am Grießensee erreichte ich dann Hochfilzen. Den Ort erkennt man schon von weitem an nem hohen dampfenden Schlot. Entlang der Landstrasse erreichte iich dann Feistenau wo ich dann zum Gasthaus Eiserne Hand hinüber radelte. Ab hier nahm ich den ersten Anstieg unter die Stollen. Entlang des Spielbergbachs ging's vorbei an der Roßeggalm, der Brugeralm bis zum Spielberghaus. Immer mit der Sonnen genau im Gesicht. Ich ölte wie die Sau, der Zeiger hatte mittlerweile die 30°C Grenze erreicht. Beim Spielberghaus ging wenigstens ein wenig Wind. Die EInkehr ersparte ich mir und es ging zunächst auf Schotter hinab. Dann nahm ich rechte Hand den Paschenweg. Ein feiner Trail bei dem einem jeden Biker das Herzl aufgehn wird. Der war durchweg sehr gut fahrbar. OK, die ein oder andere knifflige Stelle ist auch hier dabei, aber den drößten Teil blieb ich im Sattel. Mit nem Tourenfully ging's hier wahrscheinlich auch noch besser. Der Trail spuckte mich dann auf ner Wiese vor Saalbach aus. Ich nutzte den Blick auf den Ort und die Bank für eine erste Rast aus. Ok, Saalbach im Sommer ist jetzt doch kein highlight also weiter. Jetzt ging's erst richtig zur Sache. Bis zum Kohlmaiskopf auf 1794m sollte es nur noch Berg auf gehen. Dabei hatte ich eine Einkehr in der Panoramaalm auf dem Zettel. Zuerst aber gings mal zornig hinauf zur Maisalm. Gröbster Schotter erschwerte das ganze noch. Das ging auch erstmal so weiter, worauf ich die ganze Bandbreite meiner 34er Kasette ausnutzte. Zwischenzeitlich kam das ein oder andere Viehgatter mal genau richtig zum durchatmen. Bei der Asteralm war dann einiges los. Das wandernde Volk belächelte den kmoischen Kerl da auf dem Bike dessen Kopf mittlerweile genau so rot war wie dessen Helm. Mir war et ejal, "Isch muss he eropp" dachte ich und beisste mich am Lenker fest. Immerhin war bis hier schon die Hälfte geschafft. Bei der Panoramaalm war ich dann doch so weit das mein Schädel fast die Helmschale gesprengt hätte. "Isch brauch Kühlung !" So setzte ich mich hier erstmal unter nen Schirm und haute nen Liter "Gspritzten" durch. "Aaah, det dat jod !" Greifvogelschau war hier und die Hölle los. Viele Kinder und Wanderer aber kaum Biker. Ein Pärchen im Rennpellen-Dress liess sich am Nachbartisch nieder. "Hm, keine Schweißperle auf der Stirn. Entweder mach ich was falsch oder die kommen von oben !" dachte ich. Zahlen bitte, es geht weiter hinauf. Die letzen Höhenmeter wurden mit 24-27% nochmal ganz schön steil. Aber ich stampfte auch hier hoch. Oben machte ich dann ein Panoramabildchen und nahm den Schönleitenwaldweg in Richtung Wildenkarkogel. Auch der entpuppte sich als feiner Trail. Das man auch hier wieder in die Höhe radelt mekrt man gar nicht son Spass hat der gemacht. Mit Hardtail braucht man aber dennoch etwas mehr Schmalz will man hier nicht zu oft aus dem Sattel. Vorm Wildenkarkogel teilte sich der Trail dann wieder. Ich blieb auf Wanderweg 17, wurde mir dieser einen Tag zuvor von Bikern an der Asitz empfohlen. Auch hier machte das Trailsurfen viel Spass. Wirklich sehr flowig das ganze. Etwas später erreichte ich dann die Schönleitenhütte. Der Schotterweg zur großen Asitz hinauf glänzte mich in der Sonne an. Heuer nahm ichs mal sportlich und kurbelte auch hier hinauf. Bei der Anfahrt schlossen die Wanderer auf der Treasse der Hütte wahrscheinlich schon Wetten ab ob die Killerplauze da fahrend rauf kam. Pah, Killerplauze trat in die Kurbel. Steigungen bis knapp unter die 30% Grenze sind ein klacks für mich. Naja, dann wurde der Sauerstoff aber doch recht knapp, abgestiegen bin ich aber nicht. Oben nutze ich dann eine Fotopause zur Regeneration. Der Speichersee an der Asitz lag da wie ein großer Spiegel. Für den Abstieg erinnerte ich mich dann an einen Tip unseres Herbergsvaters "..... dr SingleTrack müscht scho gehn mitm Hardtail !" sachte der am Abend zuvor. Ok, probiern wirs mal aus. Rechts am Lift vorbei dann das Hinweisschild "Hangman - Singletrack ... befahren für geübte .... knifflige Stellen ... blablabla" Is ja gut ja, bin schonmal MTB gefahren is ja eh alles übertrieben. Alles ? Nachdem mich dann am ersten Absatz mein Hinterrad überholte musste ich dann doch mal inne halten. Übles Gerät für son Flachlandtiroler wie mich. auf dem Weg zur Mittelstation bin ich dann einige male runter vom Bike. Fürs Hardtail absolut nicht zu empfehlen. Sogar ein Biker mit Treck Remedy der mich unterwges überholte war nicht gerade angetan von der Trailbeschaffenheit. Ziemlich viele Scharfkantige große Steinplatten lagen lose im Trail. Im Wald lagen die Schafe mitten auf der Fahrspur im Schatten. Das wär ein ganz schönes Dönertiergemetzel geworden wär ich ein Freireiter gewesen. Schweine steil wars auch. Technikfreaks mit viel Federweg kommen hier wahrscheinlich voll auf ihre Kosten. Ich entschied mich ab der Mittelstation für den einfachen Weg auf Schotter zurück zum Hotel. Nicht zuletzt weil mit schwindender Kondition auch die Konzentration nachlässt. Die Schotterpistenabfahrt wurde dann dank einiger Baufahrzeuge auch zu einem kleinen Abenteuer, vor lauter Staub sah man quasi nix mehr. Vorbei an der Forsthofalm ( diesmal ohne "Flying Gangster" einlage" ) erreichte ich dann doch erschöpft aber glücklich das Hotel wo ich erstmal ein paar Radler veratmete.

Knackige Tour ! Es sind zwar "nur" etwas über 1600hm die verteilen sich aber auf knappe 40km, d.h. das es immer schön steil hinauf geht. Mein Ciclo verriet mir nach der Tour eine durchschnittliche Steigung von 12%. Landschaftlich auch Klasse. Man hängt allerdings wieder die ganze Zeit im Südhang, also Sonnencreme und Kühlung nicht vergessen ! Konditionell fordert die Tour schon den ganzen Biker. Auch fahrtechnisch hat mich die Runde mal wieder an meine Grenze geführt, lässt man den Hangman aus ist's aber geschmeidiger. Der Paschenweg und der Schönleitenwaldweg sind echte Trailschmankerl 

















Zum Schluß noch ein paar Worte zum gesamten Urlaub. Unser Hotel die Riederalm konnte allen Asnprüchen gerecht werden. Großzügiges Zimmer, sauber, zuvorkommendes Personal, einen Chef der sich vorbildlich um seine Gäste kümmerte, ein hammergeiles Grillbüffet am Mittwochabend mit einem lustigen Heimatabend im Anschluß, feiner Swimmingpool mit Liegen zum Ausspannen, eine tolle vitalarena und gute Masseure hab ich mir sagen lassen. Hinzu kommen ein kostenloser Parkplatz in der Tiefgarage, die Löwencard und die direkte Lage im Bikepark. Top ! Kann man nur sagen. Das ganze auch noch bei einem angemessenem Preis/Leistungsverhältnis. Also Kost und Logie waren perfekt. Perfekt war auch das Wetter die ganze Woche über. Nicht so perfekt war der Sturz von Steffi am dritten Tag, das mit dem abrollen üben wir ncch. Die Freizeitmöglichkeiten sind hier schon immens groß. Von Freeridetouren bis Marathonrunden kann man hier alles was das Bikeherz begehrt auskosten. Dazu kommen ungezählte Wandermöglichkeiten, Klettersteige und Ausflugsziele. Sehr gute Urlaubsregion kan nich nur sagen !