30.05.2010

6.Schinderhannes Marathon

Sonntag morgen, 06:15 Uhr. Rääääääng ! Oh nein, muss ich bescheuert sein so früh Sonntags aufzustehen und das für einen Mountainbike-Marathon. Aber es nutzt nichts. Ich muss raus ! Ausserdem hab ich mich bereits vor Wochen in die Anmeldeliste zum Schinderhannes Marathon eingeschrieben. Gut so, denn sonst wär ich vermutlich nicht zuletzt auch wegen dem miesen Wetter liegen geblieben. Also das Müsli reingequetscht, Klamotten gepackt und Bike in den Kofferraum gesteckt. Schon war ich auf der A61 unterwegs. Oft kam mir der Gedanke "Bist ja schon schön blöd" als ich hier und da die dicken Regenwolken sah.

So, da war ich also. Überall wurde schon geschraubt und geölt. Schnell die Startnummer abholen. Bikekumpane Männix war auch schon da. "Scheiss Wetter wa ?" - "Nix für Pussies !", Konversation auf höchstem Niveau ! Startnummer drangeschrubbelt und schon standen wir im Startblock. Materialcheck bei der Konkurenz durchgeführt und sich noch ein wenig über die "Schutzblech-Pussy-Fahrer" lustig gemacht. Radäng ! Startschuss. Los jedeht. Nach den ersten 5km sah man schon aus wie sonst nach ner 50km Tour. Schlamm, Schlammiger, Schinderhannes sach ich nur. Schwer hier erstmal nen Rythmus zu finden. Wir liessens erstmal gemächlich angehn. Dann versuchte ich in den Tritt zu kommen. Relativ schwer, immer wieder unterbrochen durch unfahrbar schlammige Passagen musste man runter vom Bike. Nach gute anderthalb Stunden erreichte ich dann Verpflegung No.1. Astronautenfutter reingedeut und paar Becher Wasser hinterher und weiter gehts. Paar Meter dahinter dann ein armer Kerl der sein Bike am Flicken war. Alles heizte vorbei. Egoistische Bolzpiloten hier ! Mal angehalten und nachgefragt wo den das Problem sei. Aha, ein Kettenniet fehlt ! Kette gerissen. " Wad ens ich luur ens en de Rucksack !" Zack, Kettenniet rausgezaubert und dem jode Mann geholfen. Weiter jeht et. Ganz schön brudoaaal hier dacht ich. Kaum Grip bergauf und bergab ist der Lenker am zappeln wie plöde.

Mittlerweile hatte ich mir die avisierten 4-,5 Std. für die Distanz lange abgeschminkt. Zu allem überfluss fingen bei ca. 45km die Kniebeuger ein wenig zu krampfen an. Ich nahm was Gas raus und schob Flüssigkeit nach. Ah, kütt jod. Mit viel trinken konnt ich den Krämpfen vorbeugen und wieder ein wenig zügiger rangehen. "Noch 5km" flog das Schild mit 7km/h an mir vorbei. Voll Pycho, dämmelte ich doch gerade sone wiederliche Steigung auf nem matschigen Wiesenweg hoch. Die Dinger sind trocken schon ne qual. Weiter weiter nochn paa Meter. Und dann kam endlich die letzte linkskurve und das Ziel erschien. Am Ende standen 04:51:13h auf dem zeiger. Das war Platz 102. in der Gesamtwertung und 31. in meiner Altersklasse. Aber Zahlen sind ja Schall und Rauch. Desch wor brudoaaal !

Wo war Männix ? Hinter mir ? Vor mir ? Isser beim Kettenflicken durchgerutscht ? Oder kommt er noch ? Naja ich stellte mich erstmal in die Schlange zum Bikewash. Hätt das Bike besser einfach so wieder eingepackt. Das dauerte ganze 45min bis ich dran war. Männix war auch schon fott und an Duschen brauchte ich gar nicht zu denken. Mittlerweile kam Zentimeter hoch die braune Brühe aus der einzigsten Duschkabine gelaufen, der Siffon war verstopft. Supa ! Paar Nudeln und ein Weizenbier später war ich dann wieder so gut wie auf der Autobahn. Eigentlich ein schöner Marathon, nur die Rahmenbedingungen wie Bikewash und Duschen ist für die Veranstaltung sehr unterdimensioniert

23.05.2010

Eifelcross 2010 - Nettersheim bis Trier

Schon lange reifte in einem Mountainbike versuchten Hirn die Idee einer Eifeldurchquerung mit dem Bike heren. Sicherlich kein sonderlich großes Abenteuer und wahrscheinlich auch schon hundertfach von Bikern durchgeführt wollte auch ich einmal einen Eifelcross unter die Stollen nehmen. Rap Zap eine Mail an die Bikekumpanen rausgehauen und mal abgescheckt ob es gleichgesinnte gibt. Die Resonanz war gut und so fanden sich mit Georg, Carsten und Torsten drei weitere Mitfahrer ein. Ein Wetterbericht fürs Pfingstwochenende wie man ihn normal nur von Mallorca kennt und eine vielversprechende Strecke steigerte die Vorfreude ins unemessliche. Unterkünfte waren gebucht, Rucksäcke gepackt, Zugtickets gelöst also konnts losgehen


Tag 1  -  Nettersheim-Daun  -  73km/1200hm
Der Trupp der wagemutigen Eifeldurchquerer nahm zunächst kurz den Zug in Anspruch, da uns etwas mehr als 90km  für den ersten Tag etwas viel erschienen zumal Georg's gesundheit ein wenig angeschlagen war. In Nettersheim wurde dann das obligatorische Gruppenfoto gemacht und schon steuerte der Trupp zielstrebig die ersten Trails an. Den ersten wurzelbespickten Kamerad kannten die meisten noch aus der Vatertagstour, es folgten weitere feine Singletrails beim Bahnhof in Blankenheim-Wald.  Über den Schillertsberg und den Brotpfad bahnten wir unseren Weg in Lampertasbachtal. Auf der 21% Rampe zur Brotpfadhütte merkte Georg dann des er wohl doh noch nicht so Fit war wie gedacht. Er biß sich erstmal durch !

 

Vor dem Lamperstbachtal machten wir zunächst in der Gaststätte Breuer ein Päuschen und kredenzten uns eine schönes Stück Kuchen. Danach gings dann über einen mit "Kokele" bespickten Trail  und einer Wiesenpassage hinüber zum Kalvarienberg. Beim Anstieg auf den Gipfel wurde Georg dann immer kurzatmiger. Weiterfahren machte für Ihn hier keinen Sinn, hatten wir doch bisher gerade erst die Häfte der Etappe geschafft. Da es auch  im weiteren Verlauf keine weitere sinnvolle Möglichkeit gab sich auszuklinken entschied er sich für die Heimreise. und brach die Tour ab. Jünkerath war ganz in der Nähe so konnte er von dort aus mit dem Zug wieder die Heimreise antretet. Schade, das warf erstmal ein wenig faden beigeschmack auf die Tour, es sollte sich aber später herausstellen das er die richtige Wahl getroffen hatte. Gute Besserung an dieser Stelle nochmal, Georg !


Zu dritt gings durch das herrliche Lampertsbachtal und Mirbach. Die haben eine ganz schön opulente Kirche für so ein kleines Dorf. Wir folgten weiter der Uschi welche mir wieder souverän den Weg vom Vorbau aus anzeigte. Kurz vor den Nohner Wasserfällen hatte Carsten dann bei einer großen Grillhütte einen Plattfuss. Den hatten wir schnell geflickt und weiter gings. Der Weg vorbei an den Wasserfällen war dann eigentlich nicht befahrbar. Wolte man über den schmalen Holzsteg vorbei am Wasserfall musste man unter diesem durch, was zu folge hätte das man binnen Sekunden klatschnass wäre. Der Wasserfall wächst Jahr für Jahr ein Stück nach vorne und mittlerweile prasselt die Wasserfontäne volles Rohr auf den Weg der dort vorbei ging. Also entschieden wir uns ein kleines Stück zurück zu fahren und dann hinter dem Wasserfall wieder einzusteigen.


Dahinter brachte uns ein weiterer Trail und ein Stück Radweg nach Niederehe. Bevor wir hier auf den Trail auf der alten Bahntrasse fuhren musste noch kurz ein Plattfuss am Hinterrad von Torstens Carbonrenner geflickt werden. Auch das war recht zügig erledigt. Ab Niederehe schlugen wir den direktesten Weg nach Daun ein. Auf dem Weg nach Stroheich bezwungen wir eine fiese Psycho-Steigung. Am Rand eines Feldes verlief eine derart holprige Steigung die so richtig schön mürbe machte. Oben lag dann erstmal maximaler Puls an. Nach einer kurzen Verschnaufpause gings dann zügiger weiter. Bei Dockweiler sahen wir dann staunend ein paar startenden Paraglidern zu, ganz nett sich die mal so aus der Nähe ansehen zu können. Dahinter ging's dann durch ein schönes Tal  entlang des Hasbachs. Hier konnte man auf schönen Forstwegen richtig Strecke machen. Als wir die Baustelle der Autobahnbrücke Rengen sahen, wars nicht mehr weit bis Daun. Dort war im Park einiges gebacken, wir schlängelten uns vorbei an den Menschenmassen. Das Weizenbier zeichnete sich schon deutlich im Kopf ab und so strampelten wir die letzten Meter bis zur Pension locker ab. Wir liessen den Tag dann bei einem Bierchen und leckerem Essen ausklingen. Das Hotel Müller in Daun kann man bedenkenlos weiterempfehlen. Schöne Zimmer, leckeres Abendessen und ebenso leckeres und ausreichend großes Frühstücksbuffet.

Erkentnis des Tages: "Manchmal ist es klüger umzukehren als sich durchzuboxen, der Körper wirds danken !"
Spruch des Tages: "Ich hab Platt !"
Tag 2:  -  Daun-Bernkastel  -  62km/1500hm
Der Morgen in Daun empfng uns wieder mit herrlichem Sonnenschein. Nach ausgiebeigem Frühstück und einem kurzen Bikechek schwangen wir uns auf die Rösser und los gings. Wir folgten dem Erft-Lieser-Wanderweg. Vorbei am Gemündener Maar funkelte uns die Sonne gespiegelt im Wasser an. Dahinter eine este knifflige Stelle. Über einen kurzen, wurzeligen und steilen Stich gings über eine kleine Holzbrücke. Nicht ganz ohne aber machbar. Weiter folgten wir dem Pfad fortwährend in Richtung Manderscheid. Immer wieder schmäler und breiter. Zwischendrin machten wir einen eher unfreiwilligen Abstecher zur Ruine Geissenburg. Der Guide hatte sich mehr von den anfeuernden Rufen der Wanderschaar leiten lassen als von der Uschi. Naja, so haben wir wenigstens gesehn das von der Geissenburg quasi nix mehr übrig geblieben ist.. Der Pfad wurde langsam schmäler und die ersten Holzverbauten kündigten die Nähe zu Manderscheid an. Rund um den Ort dominierte dann immer wieder der Blick auf die Burgen. Immer wieder fazinierend, man kann sich fast in die Zeit von damals zurückversetzen
Hinter Manderscheid wurds dann etwas derb. Ein Trail führte hinunter zum Burgweiher an dessen anderem Ende wir eigentlich wieder hinauf wollten. Eine Gruppe von Kindern und deren Begleiter kündigten schon an was da kommen sollte:" ... da geht's nicht weiter !". Jaja redet ihr, uns kann so schnell nichts aufhalten. Aber ein paar Meter weiter offenbarte sich das Übel. Etliche Bäume waren auf den Pfad gekippt. Eine kleine Gruppe wanderer versuchte sich gerade die Bäume im Hang zu umgehen. Da haben wir nicht lang rumgezukkelt und die Bikes geschultert, auf ging's in den Steilhang. Und der war mal richtig fies ! Mit über 40% Steigung turnten wir mit den Bikes auf der Schulter über Bäume und Felsen und dies zur Verwunderung der Wanderer genauso schnell wie diese. "Das war survival, das war 100% am Limit, das macht mich an !" tönte es als wir die Bikes im Bikerdreikampf gestossen, geschoben und getragen hatte. Das nächste was ich hörte war dann "F..k you Bäume !". Jenau dacht ich mir, so schnell kriegt man uns nicht klein
Nach kurzer Regeneration schwungen wir uns dann wieder auf die Bikes. Aber flüssiges Fahren war im weiteren Verlauf des Pfades nicht möglich. Immer wieder wurde die Passagen doch recht schwer zu fahren und auch sehr ausgesetzt am Hang. Schieben war hier und da angebracht und auch vernünftig. Fahrfehler enden hier schnell mit einem mehrere Meter tiefen sturz ins Nichts ! Aber es gab auch schön zu fahrende Abschnitte. Immer wieder jedoch unterbrochen von fiesen kleinen Rampen mit Wurzeln durchsetzt und so gut wie unfahrbar. Und wenn doch dann sehr kräftezehrend. An der Schladter Brücke wurde kurz beratschlagt ob man weiter de Trailorgie nimmt oder ein paar Meter Landstrasse nimmt. Das Hinweisschild verhies einige wenige Kilometer zur Pleiner Mühle also wurde diese erstmal angesteuert. Eine gute Entscheideung. Der Trail war wieder ein echtes Leckerchen und konnte wunderbar flowig bis zur Mühle durchgezogen werden.  Die herrlich gelegene Mühle nutzen wir dann auch zum Verschnaufen. Nach literweise Kaltgetränke und dem obligatorischen Kuchen nahmen wir Strasse und Radweg bis Wittlich
 
Hatten wir auf dem Lieserpfad nicht wirklich Meter gemacht so konnten wir das jetzt ein wenig kompensieren. In Wittlich besorgte ich dann erstmal einen Satz Batterien, hatte die Uschi doch schon einmal nach Energie geschrien. Weiter gings dann über Rad-, Feld-, und Waldwege immer gen Mosel. Hinter Wittlich meisterte Carsten dann seine erste Treppenabfahrt, reschpekt ! Wir erreichten dann den Ort Platten. Der Name war uns nicht ganz geheuer und so machten wir uns an einen zähen 250hm Anstieg auf den Meisberg. Ganz schön hart nochmal bei den Temperaturen und nach der Orgelei an der Lieser son kleinen Berg hochzutreten. Aber auch das meisterten wir und bucksierten unsere Bikes zur Pension in Bernkastel. Diese Lag oberhalb im Kurbezirk. Ich hatte das Gefühl das wir den Altersdurchschnitt rapide senkten. Naja egal, die Pension sah recht ansprechend aus, dafür war es der Besitzer wohl eher nicht. Wir wurden recht forsch und schnippisch empfangen nachdem wir offeriert hatten das wir einen Teilnehmer weniger haben und eventuell doch ein Einzelzimmer haben könnten. Gleiches zenober bei der Frage nach der Abstellmöglichkeit für die Bikes. Zimmer und Frühstück waren aber ok, den Abend verbrachten wir in der Pizzeria um die Ecke. Es gab lecke Bruscetta und Pizza, dazu die obligatorischen Hopfenblütenkaltschalen. Abends hab ich mir dann noch 70min Chamionsleague reingezogen, mehr ging nicht mehr, die Rolladen gingen runter !
Erkenntnis des Tages: "Da wo Steig drauf steht ist auch manchmal Steig drin !"
Spruch des Tages: "F..k you Bäume !"

Tag 3  -  Bernkastel-Trier  -  70km/1500hm
Bernkastel, halb neun, die Sonne brennt ! Schnuckelige 24°C zeigte das Thermometer morgens schon. "Da werden wir ganz schön gegrillt heute !" dacht ich mir. Nach dem Frühstück und dem Bikecheck ging's auf zur letzten Etappe. Der Plan hies Mosel-Höhenweg bis Trier. Also braten wir erstmal den Weinberg bis Lieser hinunter. Dahinter dämmelten wir die erste zähe Steigung hinauf. Das ging recht gut, den es ging vorwiegend auf Asphalt daher. Auf der Höhe zeigte sich die Mosel immer wieder mit phantastischen Paorama. Mir als alter Panorama-Freak ging das Herz auf bei so viel Weitsicht. In Monzel pilgerten die Senioren schwarenweise zur Kirche. Nach ein wenig Renterslalom verliessen wir den Ort und buchsierten uns wieder hinauf auf den nächsten Höhenzug. Carstens Pedal kündigte ein loses Cleat mit knarzenden Geräuschen an. An einem schattigen Plätzchen behoben wir das sofort und weiter ging's. Nun gabs auch mal schöne Aussicht in die der Mosel abgewandten Eifel. Landschaftlich einfach herrlich der Höhenweg. Bisher jedoch eher Trekking als Mountainbike tauglich. Egal, der Weg ist das Ziel und so fanden wir doch noch einen Trail  zwischen Piesport und Neumagen-Dhron. Hier zweigte auch der Römersteig ins Moseltal hinunter ab. Den liessen wir bewusst links liegen. Zum einen lies die Beschreibung aus dem Internet mehr kletterei als fahrerei erwarten und zum andern mussten wir uns nochmal zusätzllich einen Weinberg mehr hochkämpfen und wir hatten ja schon so genug für diese Temperaturen auf dem Programmzettel.  Dann latzten wir wieder in den nächsten Taleinschnitt hinunter nach Klüsserath.


Hinter Klüsserath nahmen wir den nächsten Anstieg. Ein Kreuzweg führte wieder auf den Höhenweg. "Quattro Statione wär mir jetzt lieber als 12 Sationenweg !", dachte ich so bei mir. Leider äußerte ich das unter dem  Gelächter der Mitfahrer auch noch laut. Dann wurds nochmal fies. Eine kurze aber heftige Rampe von 31% schlängelte sich hinauf gekreuzt von den warmen Aufwinden aus dem Moseltal wurden wir nun richtig durchgegart.  Diese hart erkämpften Höhenmeter wurde viel zu schnell wieder auf dem Weg nach Ensch vernichtet. Hier hatte Torstens Kette das Verlangen sich zwischen Umwerfer und Kettenblatt zu verklemmen. Beherztes Ziehen an der Kurbel behob auch dieses Problem sofort. Nach ein paar Kaltschalen in Ensch kurbelten wir den nächsten Anstieg hinauf. Auf dem Moselhöhenweg hat man, dadurch das man die Abfahrten so schnell runterbraten kann, tendenziell das Gefühl das man mehr bergauf wie bergab fährt. Manchmal bekommt man halt nichts geschenkt. Bei der Grillhütte oberhalb von Schleich gings über eine kleine Brücke einen nicht fahrbaren Stich hinauf, der auf einer breiten Forstautobahn mündete. Diese war recht lustig angelegt, hatten die Planierraupen so etwas Ähnliches wie Anlieger geschaffen. Man konnte die Kurven schön mit Speed nehmen, hätt nicht gedacht das man mal auf ner Forstautobahn Spass haben kann


Über Mehring fröhnten wir nochmal kurz dem herrlichen Panorama und dann gings vorbei an einer netten Winzerhütte und nem Anglerteich. Und wieder gings hinauf. Auf den Hummelsberg. Auch diese Steigung recht zäh  und oben mit gerölligen Wegen. Oben wurds dann aber doch noch schön. Schmale Pfade führten zunächst durch den Wald und über Wiesen, fast ein wenig wie in den Alpen.  Auf dem Weg nahmen wir dann noch einen weiteren recht flowigen Trail mit und vernichteten wieder die Höhenmeter bis Schweich. Hier zeigte sich wiedermal wie schnell Glück und Pech beieinander liegen können. Auf der mörder schnellen Abfahrt war ich über einen Gegenstand gerollt von dem ich dachte das er vom Bike runtergefallen wär. Also bremste ich ein wenig ab und drehte mich kurz nach hinten. "War nix von uns." sagte Torsten. Also wieder Blick nach vorne und in die Rechtskurve. In der kam uns ne Gruppe Radeltouris entgegen wovon sich dann einer im Querdrift befand und wir schliderten aneinander vorbei. Dem Kamerad war zwar zum lachen zumute aber ich möchte nicht wissen wie's ausgegangen wäre wenn ich nicht durch einen Zufall vorher das Tempo gedrosselt hätte. Also dreimal auf den Holzkopf geklopft und weiter im Text. In Schweich gings vorbei am Freibad und der Sansibar. Diese vesuchten uns zu bezirzen wie die Lorelei  die Rheinschifffahrer

 

Wir blieben jedoch standhaft und machten auf dem Radweg in Richtung Issel nen Zug auf. Ein wenig  Slalom später gings wieder hinauf in den Wald. Schmale und auch steile Pafde führten nach Quint. Dort nahmen wir eine glitschige schmale Natursteinpflasterabfahrt hinunter in den Ort. In Erhang gönnten wir uns nochmal ein lecker Eis und was zu trinken bevor wir zum Finalen Anstieg ansetzten. Dieser sollte den Steigenberg hinauf gehen. Sollte ! Eigentlich hätten wir skeptisch werden sollen als uns die älteren Damen sagten das dort oben einiges an Holz auf dem Weg liegt. Aber wir wolltens dann doch versuchen. Dabei bliebs dann auch. Kurz vor Erreichen des höchsten Punktes lagen derart viele Bäume quer das drüberturnen quasi unmöglich war. Auch Ausweichen auf den Hang hätte nichts gebracht, hier lagen genausoviele Bäume rum. Und eigentlich hatten wir auch nach der Erfahrung an der Lieser gar keine Lust mehr auf Klettern. Also entschieden wir uns für das gemütlichere Finale. Wir nahmen von Erhang aus den Radweg bis Trier. Dort machten wir dann nochmal nen Zug auf und schrubbten die letzten Kilometer mit nem 35er Schnitt ab. In Trier steuerten wir die Porta Nigra für das obligatorische Finisher-Foto an. Danach buchsierten wir uns und unsere Bikes abgekämpft aber glücklich in den Zug und reisten mit der Bummelbahn gen Heimat ab


Erkentnis des Tages: "Moselhöhenweg verläuft nicht nur auf der Höhe !"
Spruch des Tages: "Quattro statione wär mir jetzt lieber als 12 Statinenweg !"


13.05.2010

Vatertagstoürchen von Blankenheim nach Kommern

Mal wieder ein Feiertag, mal wieder Zeit für eine Biketour. Fix ne Mail an die Bikefreunde rausgehauen und schon saßen wir so gut wie auf dem Bike. Diesmal hatte ich mir eine Streckentour ausgedacht. Soll heissen das Ausgangspunkt und Endpunkt der Tour nicht der gleiche Ort sind. Also schmissen wir unsere Bikes in Mechernich in den Zug. Dort liefen neben Udo, Torsten, Ilka, und Holger auch Michael aus Kerpen ein, Im Zug warteten bereits Toto, Carsten und Jürgen. Nachdem wir uns durch den Urinaltunnel im Bahnhof Blankenheim bugsiert hatten konnts losgehen. Ziemlich kalt war es !




Drum wurde zum warmfahren der Eifeler Quellenpfad eingeschlagen. Dieser führte hinter einer kleinen Holzbrücke als ziemlich wurzeliger Geselle durch den Wald in Richtung marmagen. Oben wars dan auch keinem mehr kalt. Weiter auf dem Weg wurde vor Marmagen wieder ein feiner wurzeliger Trail mitgenommen, diesmal jedoch etwas mehr bergab. Hier kündigte sich dann schon ein erster defekt an. Eine Speiche bzw. ein Speichenippel an Jürgens Hinterrad hatte den Kopf verloren. Dies hatte zur folge das die 2.4er Pellen immer am Hinterbau kratzten. Weiterfahren hätte also schleiferei am Alu bedeutet. Auch ein wenig mehr Speichenspannung auf der gegenüberliegenden Seite brachte keinen Erfolg. Kleines Bauteil große Wirkung ! Jürgen musste lbedauerlicherweise nach gerade mal 10km die Tour beenden. Das Glück schien nicht auf Yogis Seite ! Hatte er doch erst den Tag zuvor bekanntschaft mit ner Autotür gemacht.  Hoffe wir drehen demnächst trotzdem nochmal ne Runde, Jürgen !





Nachem wir unsern Bikekameraden schmerzlich zurücklassen mussten gings von der Höhenklinik in Marmagen einen trail hinunter zur lieblich gelegenen Hallenthaler Mühle. Dahinter wurds dann wieder was wärmer. Wir nahmen einen schmalen bewachsenen Aufstieg zum Kloster Steinfeld. Auch hier gings auf schmalen Pfaden entlang der Klostermauer. Dann bemerkte ich leider zu spät das das Bächlein in der Senke kein Bächlein war sondern wohl der Abwasserstrom des Steinfelder Klosters, die Brühe roch jedenfalls ganz erbärmlich und fortan begleitete mich der gestank ein wenig. Dann war auch dieser Trail geschafft und nach ein paar Metern im Tale gings wieder hinauf in Richtung Rinnen. Hinter dem Örtchen steuerten wir die feinen Trails bei Golbach an. Immer wieder zaubert einem dieser schöne aber leider zu kruze Trail nach Sötenich ein Grinsen aufs Gesicht. Nach kurzer Ermahnung der Mitfahrer das wir nicht zum Spass Bike fahren und emotionale Freudenausbrüche bitte zu unterlassen seien gings zum abbau des Endorphinpegels wieder bergauf. Teilweise recht steil in Richtung Keldenich.




Auf halber Höhe schwenkten wir dann rechts hinüber und durch eine Landschaft die fast dem Allgäu ähnelt suchten wir den schmalen Pfad der uns zur Stolzenburg führt. Kurzer Blick vom Aussichtspunkt und hinunter gings. Wie immer recht schön, nur am Ende auch wie immer recht unfahrbar, für uns zumindest. Ein dicker Wurzelteppich im steilen Hang wurde  hinunter gekraxelt. In Urft gings dann entlang des gleichnamigen Flusses. Das locker beschwingliche Rollen wurde durch den Anstieg im Rosental unterbrochen. Oben warteten dann schöne Waldwege durch die Buchenwälder bei Weyer. Bei den Kakushöhlen gings dann in einen recht glitschigen Trail hinein. Der ein oder andere hatte hier Probleme den Gaul im Zaum zu halten kam jedoch wieder auch den rechten Pfad. Eine andere Mitfahrerin ;) hatte den Trail eigentlich souverän im Griff, bis die fiesen Wurzeln dann doch noch zusgeschlagen haben. Ganz fiese Dinger !




Im Feytal entschied sich dann ein kleiner Teil des Trupps auf direktem einfacherem Wege die Tränke in Kommern aufzusuchen. Der Rest folgte mir dann über altbekannte Trails. Bei den Katzensteinen haute es dann doch nochmal einen Teilnehmer vom Rad, man munkelt auch hier wären die bösen Wurzelzwerge am Werk gewesen ! Nach einem weiteren feinen Trail am Feybach entlang buchsierten wir die Bikes durch die Schavener Heide. Hier konnten dann noch zwei Teilnehmer ihr schweres Trauma beim H&C-Gedächtinstrail bewältigen und diesen fehlerfrei meistern. Der Rest war schnell abgestrampelt und nach einer Dusche der Bikes mit Muttis Gartenschlauch ließen wir die Tour bei ner Bratwurst und nem Kaltgetränk ausklingen. Dank an alle Begleiter/Begleiterinnen, hat mal wieder Spas gemacht mit euch !