20.11.2011

Mal wieder die Dutch Mountains

Irgendwie zieht es mich doch immer wieder mal in die Dutch Mountains. Da gibbet aber auch zu feine Trails. Leider is die An- und Abreise meist etwas fad aber die Trails da entschädigen dafür ungemein. Heuer sind wir den Hundeberg und die Raffelsley runtergeschreddert. Mit dabei waren dann rund zehn Mitstreiter. Von Kommern aus ging's im munteren auf und ab gen Vlatten. Zwischendruch versuchte sich einer der Teilnehmer durch Vortäuschung eines technischen Defektes nach gerademal fünf Kilometer aus der Affäre zu ziehen. Nix da, hier wird weiter gekurbelt. Vorbei am Klemenz-Stock bogen wir links in den Hundeberg ein. Nach kurzer Pause auf den allseits beliebten Felsen ging's um die Ecke in die Serpentinenabfahrt. Hier zeugten die Staubwolken von den Dumpfen einschlägen so mancher Teilnehmer. Die Rinne war dann doch für den ein oder anderen zu steil. Sorgte aber im allgemeinen für großes gelächter. Nach diesem schmankerl ging's dann in die Raffelsley. Anders als sonst warfen wir uns diesmal in die Spitzkerhernabfahrt nach Abenden. Zugegeben, die brachte alle heutigen Teinehmer an die Grenze des fahrbaren. Sind doch einige knifflige Stellen drin. Aber auch hier hatten wieder alle Spass um die Backen. Es folgten die üblichen Trails im Rurtal bis nach Heimbach. Dort den zähen Anstieg nach Hergarten hinauf und dann über Lukasheide und Eickser Busch nach Hause. Wiedermal ne herliche Herbsttour mit netter Begleitung. Zum Abschluss gönnten wir uns dann noch ein bleifreies Weizen und liessen die Tour so ausklingen. Bilda:
 
 

13.11.2011

Ööörly Morning II - Im Frühtau zu Berge

Boah da hab ich heut doch glatt mal ausgeschlafen. Naja zumindest mal bis halb sechs. Nich schlecht für jemanden mit seniler Bettflucht, oder ? Also ein wenig Papierkram erledigt, Schaltauge getauscht und dann aufgesattelt. Buha, janz schön kalt wars. Bodenfrost bei -2°C war angesagt. Aba schööhn wars trotzdem. Könnt ichmich dran gewöhen an die Frühstarts. Und wer jetz mit dem Kopf schüttelt, der soll sich ma die Bilder ansehn. Wann sonst hat man so herrliches Licht als früh morgens !
 
 

06.11.2011

Trails around Wehebach - die Bibertour

Der Herbst ist im vollen Gange, am Bau ist momentan ein wenig der Termindruck raus also nochmal volles Programm den Herbst genießen. Wo kann man das schöner als in der Eifel ? Nirgends ! Also ne Tour ruasgekramt die ich vor Jahren mal mit Udo gefahren bin, hier und da was verfeinert und schon ging's ins Epizentrum des bunten Herbstlaubs. In Nideggen Brück fanden sich dann eine Dame und sieben Herren zum gemeinsamen Bergradfahren ein. Sogleich stürzten wir uns in den ersten Trail der wenige Meter vom Startpunkt weg nach Zerkall führte. Von dort dann locker flockig zum Stausee Obermaubach. Dann ging's in die erste Steigung.

Durch den Ort kurvten wir zielsicher einen alten Trail am Orstrand an. Hier wurde eine "Försterfalle" dem Hubi zum Verhängnis. Ein dickes Loch vollgepackt mit Laub tat sich unter meinem Vorderrad auf und schwups überholte mich unerwarteter Weise mein Hinterrad. Da ich aber nich schnell war geschah das ganze quasi wie in Zeitlupe. Nur das Loch war danach was größer wahrscheinlich. Klamotten abgeklopft und weiter gings. Nach diesem ersten Trail ging's von Leinhau nach Großhau. Das ganze durch dicken Nebel. Na toll, kommste extra hier hin für den Herbst zu gucken und watt siehste, wiiese Dröss !


       

Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Schon bald waren wir dann im Reich des Biebers. Zahlreiche abgekaute Baumstämme und Dammanlagen zeugten von den fleissigen Nagetieren. Wenig später bereisten wir dan altbekannten herrlichen Ginstertrail. Eine bockige Abfahrt an einem Schieferburch und vorbei an der Forellenzucht erreichten wir die Staumauer der Wehebachtalsperre. Hier war erstmal Brotzeit angesagt. Das Repertoir reichte von Waffel über Käsebrot bis hin zu Frikadellsche ! Geile Sache das. Nachdem dann auch die Kommunionsbläschen geleert waren radelten wir im munteren auf und ab durch den Hürtgenwald. Dabei wurden die ein oder anderen Schlammlöcher und die ein oder anderen fiesen Rampen aufgesucht. Schliesslich spuckte uns der Wald in Germeter wieder aus.


Hier sollte es dann hinunter nach Simonskall gehen. Doch zunächst ein denkwürdiger verfahrer des Guides, schande über mein Haupt. Das blöde daran war aber das sich ein Teilnehmer wegen diesem eigentlich unnötige Steilstück lang machte. Resultat: Daumen angeknackst und Rippen schmerzten wein wenig. Der Mann mit den dicksten Waden von Kalkar wär aber nich der Mann mit den dicksten Waden wenn ihm sowas was ausmachen würde ;) Also ging's nach kurzem sammeln und senken des Adrenalinspiegels wieder auf den richtigen Weg. Aber nicht lange ! Denn von Germeter hinunter ins Kalltal führte zunächst ein feiner Trail, hier hatte die Downhill-Fraktion ein paar Anlieger und Schanzen geabut. Fein. Doch dann liess ich mich dazu verleiten dem Trail weiter zu folgen, was dann einen kaum sichtbaren Pfad durch Laub und ein "Dead-End" an einer sehr steilen Schieferplatte zur folge hatte. Also paar Meter zurück und die Räder die Böschung runtergebuckelt. Das war mal wieder Survival pur.

           

So nu aber weiter nach Simonskall und diesmal auf dem richtigen Pfad. Das gelang mir dann auch diesmal ganz gut. Im Kalltall konnten wir dann auch das herrliche Herbstpanorama geniessen, der Nebel hatte sich erstmal verzogen. Von dem schnuckeligen Örtchen Simonskall ging's zur Mestrenger Mühle, auch fein, danach über ne klapprige Brücke bis Zweifallshammer. Hier buchsierten wir uns nochmal nen zähen Anstieg nach Bergstein hoch. Dort suchten wir zielstrebig den Karwutschke Turm auf, umkurvten diesen und nahmen die feine Abfahrt nach Zerkall unter die Stollen. Unten baute ich dann noch nen kniffligen Trail zum Kallerbend ein. Der wa aber für 100% der Teilnehmer zum Abschluss zu kniffelig. Von dort war's dann ein leichtes zurück nach Brück zu radeln. Zum Abschluss ließen wir dann die Tour im Cafe Hallmanns bei nem kubikmeter Kuchen ausklingen. So stellt man sich ne feine Herbsttour vor, meinen dank an alle Mitfahrerinnen und Mitfahrer, üch kamme jebruche ! 


01.11.2011

Ööörly Morning - Sunrise Tour dank seniler Bettflucht

Vielleicht kennt das ja auch der ein oder andere: halb fünf, die Augen gehen auf. Nochmal aufs linke Ohr gedreht. halbe Stunde dösen. Mal Pinkeln gehen. Nochmal mit dem rechten Ohr auf die Matratze horchen. Oh Mann, halb sechs und schon ist die Nacht zuende. Sowas nennt man in Kennerkreisen "senile Bettflucht". Eigentlich eine Bezeichnung für Senioren die ja bekanntermaßen im Alter mit weniger Schlaf auskommen. Irgendwie hat mich das schon jetzt erwischt. Selbst am Wochenende beginnt für mich der Tag um sechs. Aber sone Krankheit kann auch seine schönen Seiten haben.



So heute morgen: Feiertag. Allerheiligen oder "All-Saints" wie das dank Globalisierung genannt wird. Halb sechs wars diesmal. Starke Leistung Hubi. Kaffee reingedängelt. Was machen ? Ah ja, da steht ja das Bike im Hausflur. Warum nicht. ? Ne Hubi doch nicht um sechs Uhr morgens. Oder doch ? Paar Minuten später brannte die Chinalampe helle Flecken auf den Asphalt. Die schnelle Runde am frühen morgen hatte begonnen. Von Kommern über den Mechernicher Wald und Breitenbenden hinauf zum Herkelstein. Unterwegs noch ziemlich duster wars oben auf dem Berg schon ein wenig heller. Der aufsteigende Dunst, die aufgehende Sonne und das daraus entstehende Farbenspiel war echt der Hammer. Einfach nur schöööhn.


Nach dem ich den Rundumblick ausreichend genossen hatte ging's über den Kalkwiesentrail bei Eschweiler und später nach Kalkar. Von dort vorbei an der Abtei Maria Rast in den Billiger Wlad. Hier oben liess die Sonne schon langsam den Blick gen Euskirchen erhellen. Fein, fein, also weiter. Aufm Golfplatz schwengelten doch tatsächlich schon gegen sieben Uhr früh ein paar Extremsportler ihre Schläger. "Mann sind die bekloppt", gleiches dachten die bestimmt auch über mich ! Durch Satzvey ging's dann in die Schavener Heide. Mittlerweile lugte die Sonne schon über die ersten Bäume und zauberte ein fantastisches Licht in die gelb-rot schimmernden Bäume. Nachdem ich mir auch hier die volle Dröhnung Herbst gegeben hatte schoß ich noch den Trail am Pützberg hinunter um wenig später die Süsse mit Vollkorncrossäng vom Bäcker nebenan zu überraschen. Einfach herrlich sone "ööörly morning" - Runde, so kann ein Tag beginnen