27.05.2012

Heinotown Classics 2012

Puh, endlich wieder Wochenede. Das wurde Zeit. Nach ziemlichen zenober auf der Arbeit und nem üblen Hagelschauer kam mir heute ne leckere Tour genau richtig zum "Kopf frei fahren". Die Bikekumpanen angebimmelt und schon standen wir am Bahnhof in Bad Münstereifel. Es hatte sich sogar Bikeprominenz aus Kornenburg angemeldet. Die hatte jedoch 50% Ausfallquote, stand der Männix doch alleine da. Dazu gesellten sich noch Killerwade Udo, Megakeule Carsten, Tretmaschine Andrea, Döhrtbeiker Jan, Dauerläufer Franz-Jupp und Killerplautze Hubi.


   

So jing et dann los. Tapfer stampften die sieben Biker via Schleidtal hinauf zum Dicken Toni. Dort in den allseits beliebten Trail zur Hasselsdell. Nach dem Matschloch Slalom ging's durch Wald zielstrebig zum Wepsentrail. Immer wieder schön das Teil. Nach ein wenig "Bike-Check-on-Tour" waren wir dann schwups in Binzenbach. Hier nahmen wir die fährte vom Sahrbachwanderweg auf. Ein herrlich lecker Päddschjeam andern die der Guide unter zu hilfenahme aller Methoden die dem modernen Menschen zur Verfügung stehen ausklabustert hatte.

 

In Kreuzberg wartete dann schlicht "das Ding !". Ein Hubbel für den die Bezeichnung "dreckiger Hund" eigentlich noch zu schmeichelhaft wäre. Die Auffahrt nach Häselingen treibt so manch trainiertem Biker die Tränen in die Augen. Am liebsten hätt ich das Ding ja angerotzt, dazu fehlte mir aber die Luft. Oben angekommen warteten wir kurz bis die Sternchen sich wieder verzogen hatten und glitten auf Ulles fährten mit den Rennradlern gen Winnen. Dort nahmen wir im Feriendorf den "Jesus-Trail" unter die Stollen. Döhrtbeiker Jan surfte hier gechillt hinab, während in den Ecken schon mannigfaltig die Papparazzi auf Action lauerten. Nach kurzer Kohlehydratzufuhr ging's dann na ? Röschtösch, hinauf ! Immer am Effelbsach ging's am Radioteleskop vorbei bis ins Geißbachtal.

   

Vorbei an Gut Unterdickt auf einen fiesen Wiesenwaldweg. Hier konnten wir Andrea dann vollends von den Vorzügen des Mountainbikens überzeugten. Selbst in den trockensten Einöden finden sich immer noch irgendwelche Schlammlöcher, man muss nur wissen wie man ans kühle Nass heran kommt ;) Weiter ging's dann volle Bombe in den Steinbachtrail. Hier hatte der ein oder andere dann den "Marathongang" eingeschaltet. Über Stock und Stein rauschten wir zur Talsperre. Nach kurzem auffüllen der Nahrungs und Flüssigkeitsvorräte folgte der letzte Anstieg des Tages. Es ging zum Ameisentrail hinauf. Hier lagen dann hier und da wieder Papparatzzi im Gebüsch. Nach diesem letzten tollen Trail kredenzten wir uns in Bad Münstereifel noch ein kühles Naß worauf sich unsere Wege wieder trennten. Mal wieder ne feine Tour in netter Begleitung bei perfektem Wetter und feinsten Trails ! Sowas könnt ich jeden Tag machen !


17.05.2012

Dreckiger Köter Vatretagsklopper - Oberahrcross

Soooo, schwups ein Jahr vorbei und schon wieder ein Vatertag. Da ich ja kein Vater bin musste ich dann dieses Jahr wieder ne Strecke zur Selbstgeißelung raussuchen. Da ich dann aber nicht alleine fahren wollte schaute ich mal wer noch Bock auf ne perverse Biketour hatte. Es meldeten sich doch dann tatsächlich fünf weitere Bergradfahrer bei mir an. Darunter sogar zwei echte Väter, man stelle sich vor ! Als Strecke nahmen wir dann nochmal die selbe Tour wie in 2011 unter die Stollen weil mir die so gut gefallen hatte.


   

So trudelten dann 6 lustige Gesellen in Mechernich am Bahnhof in Mechernich ein. Die erste Prüfung des Tages hiess: Fahrkarten ziehen ! Dank Plastikgeld von uns Udo kein Problem. Nächste Prüfung: wie kirege ich mein Bike in den Zug. Der war schon vollgestopft wie immer mit einigen Downhillexperten die die gängigen Flussradwege im Sturzflug radeln wollten. Auch hier liessen wir uns Lösungen einfallen. In Blankenheim stürzten wir dann mit den andern Radlern aus dem Zug. Nix wie weg hier also. Gleich hinterm Bahnhof wartete der erste Trail. Es folgte der Römerpfad, der Schillertsbergtrail und die feinen Trails an der Ahr.

       

Vorbei am Freilinger See und kurzer Orientierungsphase glitten wir gen Lommersdorf. Hier war die Querung der B51 eines der gefährlichsten Unterfangen der Tour. Von Lommersdorf bahnten wir uns den Weg unterhalb des Aremberg nach Antweiler. Nachdem ich am Hinterrad einen Plattfus behoben hab schmissen wir uns in die Schlammpiste. Watt ein Wasser auf den Wegen. Dank Meik gabs dann auch für mich eine angenehme Erfrischung bei einer Bachdurchfahrt. Die Verdunstungskälte erzuegte so gerade noch keinen Gefrierbrand auf Beinen und Armen.


       

Weiter über herrlich saftige Wiesen bis hinunter an die Ahr. Dort wartete dann ein zäher Anstieg nach Reifferscheid. Der lullt einen so richtig schön mit angenehmer Steigung ein um dann kurz vor Ende die Keule auszupacken. Japsend erreichten wir aber auch Riefersch ! Hinüber nach Winnerath im lustigen auf und ab und dann die herrlichen Trails um Schuld abgesurft. Hier flickten die einen nochmal nen Plattfuss die andern machten Fotosession in der Spitzkehre. Hinter Schuld ging's dann lieblich herüber zur Daubians Mühle. Hier buchsierte ich meinen filigranen Körper durch die Enge Passage an der Mühle. Seeeehr geschmeidig der Typ !


Dahinter dann "Don perverso in Persona". Ein Anstig der sich die Bezeichnung "Pervers" redlich verdient hat. Zwar nicht besonders steil aber durchweg Schlamm ohne Ende. Man hat ständig das gefühl man fährt gegen ein Gummiband den Berg hoch. Also immer die Augen auf dem Boden gehen lassen und die optimale Spur suchen, das möglichst gleichmäßig. Oben sah man dann allen die Freude an, den Anstieg geschafft zu haben, oft weiss man halt erst was scheiße ist wenn's vorbei ist ! Hinüber zum MIchelsberg folgten wir der ortsansässigen Rollerrennbahn um dann dort unsere schweren Beine im Gras zu entspannen. Ein tolles Panorama und Sonne ohne Ende waren Balsam für die müden Knochen.

     

Vom Michelsberg ging's dann hinüber zum dicken Toni und von dort volle Kanone das Schleidtal hinunter. Am Wildgehege vorbei suchten wir die gängigen Trails auf. Hier markierte uns Udo dann noch kurz die "Maikäferstellung". Ein "Steinwurzel" zwang ihn zu einer Bodenprobe. Aber dreckige Köter wären nicht dreckige Köter wenn sie sowas locker wegstecken würden. In Heinotown verabschiedeten wir Dieter, der etwas kränklich war und sich nicht die volle Kante geben musste, sowie Carsten, der es gemütlich nach Euskirchen ausrollen ließ.


Nach Hause ging's dann über's Eschweiler Tal hinauf zum Stockert über den Herkelstein in den Mechernicher Wald. Hinunter nach Burgfey gaben wir dem Bike nochmal die Sporen. Irgendwie zu schwach zum bremsen gewesen. Vorbei am dicke Boom und dem Sportplatz radelten wir nach Kommern. Hier trennten wir uns noch von Meik und Yogi die es Heim zur Frau zog. Udo und meine Wenigkeit kredenzten sich dann noch ein paar Hopfenkaltschalen auf dem Vatertagsfest. So sieht ein perfekter Tag auf dem Bike aus. Tolle Tour mit Sonne ohne Ende, tollen Trails, saftigen Anstiegen, Schlamm, Wasser, Pannen und Stürzen. Bis auf letzteres alles was in eine gute Biketour reingepackt werden muss. Meine Herren, recht schönen Dank für dei nette Begleitung !


13.05.2012

Dreckiger Köter vs. Wollseifen

"Da wo früher geballert wurde wird heute gebiket", so könnte der Slogan für die heurige Tour gewesen sein. Für Sonntag hatte ich noch flux ein paar Köter zusammengetrommelt und schon schwebten unsere Astralkörper auf grobstolligem Gummi daher. Mit dabei diesmal Andrea, die hatte sich ein Canyon gekauft, kam vom Rennradfahren und war auf's MTB fahren heiß wie Frittenfett. Also auch mal Gelegenheit jemandem aus der Renrradliga zu zeigen was wirklich "schöner Radsport" ist !


   

Los ging's wie immer ab Kommern. Wir buchsierten uns zunächst im lockeren Trab auf den Kohlweg, bei der Hütte schlugen wir dann den Weg zum altbekannten Eulenweg ein. Nach ein wenig fachsimpelei wie denn nun die letzte Rechtsecke zu fahren ist beschlossen wir das wir sie dann doch nicht fahren können und dängelten weiter. In Gemünd folgte der feine Anstieg auf den Modenhübel. Durch herrliche Landschaft und über ein liebliches Bächlein machten wir uns an die schön zu tretende Rampe. Andrea merkte man hier ihre Rennraderfahrung an, sie dämmelte mal gleich vornweg. Oben angekommen genossen wir kurz das Panorama gen Gemünd bevor wir uns dann in Richtung Vogelsang aufmachten.


In Wollseifen packten wir manigfalitig Fressalien aller Art aus. Hier wurde neben dem Studium der Ortsgeschichte und der übrig gebliebenen Kirche das ein oder andere Brötchen verdrückt. Der Rennradriege wurde auch ein Riegel spendiert, war die doch recht spartanisch ausgerüstet. Weiter ging's über herrliche Wiesenwege mit supa Paranaoia oder wie das heisst. Dann stand da wieder son komisches Schild mitm Rädchen drauf und nem roten Balken durch, keiner wusste was damit anzufangen also fuhren wir auf leisen Sohlen wieter. Es folgte ein schöner Trail über ein paar Holzstege, dann ein Trail schön verschlungen mit auf und ab und dann direkt noch einer mit dreit fein zu fahrenden Serpentinen. Ausgespuckt hat uns dieses Trail-Trio dann in Einruhr.

       

Weiter über ein wenig Eifelsteig ging's in den nächsten Trail. Den erreichten wir über einen steilen Pfad mit fiesem linksknick. Der Trail erwies sich für den ein oder andern auch etwas bockig, war er doch recht ausgesetzt und mit einer hinterhältigen Senke ausgerüstet. Aber Köter wären nicht Köter wenn sie auch das meistern. Über den schönen Uferweg am Obersee erreichten wir nach kurzer Schiebepassage die Urftstaumauer. Hier wurde wieder kurz ein Fressstop eingelegt. Die Rennradfraktion schien noch positive Kalorienbilanz zu haben und nutzte die ortsansässige Schaukel zum abbau weiterer Kolonien oder wie dat heisst.



Es wartete nun noch der letzte ernst zu nehmende Anstieg auf uns. Der war aber eher von der zahmen Sorte. Wir fuhren denn herrlichen Hangweg auf den Kermeter, schön gleichmäßig mit wenig Steigung zeiht er sich immer schön nach oben. An dessen Ende steuerten wir gen Wolfgarten und wieder zurück zur Kohlweghütte. Hier drückte die Rennradfraktion dann wieder auf die Tempotube. Aber Köter wären nicht Köter wenn sie auch hier nicht jeamdem hätten, der das Lasso auswerfen kann um die gestählten Waden wieder einzufangen. So plänkelten wir den Rest der Tour daher um schlussendlich wieder im Gewusel des Kleintiermarktes in Kommern nach Hause zu finden. Tolle Tour mit tollen Mitfahrer(innen) und tollen Trails. Feinste Sonntagsbeschäftigung würd ich mal sagen,oder ?