24.12.2012

Die Heilig-Abend-Frosch'n-Tour, oder "Kermit-Einrolltour" ?

Heilig Abend ! Die meisten Leute hächeln an diesem Tage Vormittags durch Stadt um noch die letzten Weihnachtsbäume oder ein paar passende Ohrringe für die Dame des Herzens zu ergattern. Hier ist Stress vorporgrammiert. Nicht mit dem den dreckigen Kötern. Die Bude gewienert, die Lämpchen am Baum glitzern, Geschenke sind verpackt und was macht man nun mit sonem Vormittag bevors langweilig wird ? Rischtig ! Beikn. Noch besser wer an solch einem Tag ein neues Bike unterm Weihnachtsbaum rausziehen kann. Jaja, das Leben kann manchmal schon hart & ungerecht sein, während andere sich plagen haben andere Zeit ihr neues Gefährt einzuweihen. Und das sollte direkt mal artgerecht von statten gehen. Der Siff der letzten Tage hat schöne Prappe auf den Wegen hinterlassen. Und heuer scheint auch der einzigste Tag der Woche zu werden wo sich das Sönnchen mal blicken lässt. Also flugs die Köter aktiviert und los ging's. Leider blieb's heute bei zwei Mitfahrern, die anderen waren wie vermutet im Vorweihnachtsstress oder hatten schon die Glocken tief hängen. Dem Spass tat's jedenfalls keinen Abbruch.


Geplant waren nochmals die Trails um Homecreek da ich mir Freitag schon dachte das sei ein perfektes Terrain für die Jungfernfahrt von "Kermit" ! Diesen Namen hatte das neue Bike schnell weg, erstrahlt es doch in einem herrlich leuchtenden Grün. Nach gut 5km war nichts mehr von der Jungfräulichkeit zu entdecken, die Prappe hatte ein schönes braunes Kleid über das flamm neue Gerät gelegt. Egal, muss dem Gerät durch, sind ja hier nich bei den Rennradlern ! Den zähen Anstieg in Richtung Kermeter meisterte der Frosch'n erstmal fast souverän. Fast ? Nja, n'Flaschnhaltn hatte sich gelöst. Lag aber am User und nicht am Froschn. Provisorisch gerichtet und dann konnts weitergehn. Zielstrebig steuerten wir den ersten Trail an. Dieser legt sich geschmeidig an eine Landstrasse an und spuckte uns bei der Abtei Maria Wald aus. Wow, da wo früher mit dem Hardtail geschaut wurde wo man denn nun am besten herfährt wurd mit dem neuen Bike einfach so "dahergeslidet". Nächster Trail. Enge Kehren mit Treppen waren angesagt. Zuschauer vermuteten wir hätten die Masern aufgrund der Spränkeleien in unseren Gesichtern. Umsetzen ? Naja, Weltmeister war ich mit dem Hardtail in der Disziplin auch nicht, mit dem neuen Prügel, ausgerüstet mit Flatpedalen und meinen ollen Sneaker, da klappts dann ähnlich. Links rum manchmal recht gut, recht herum schlecht bis gar nicht. Aber wenn mal man davon absieht das ich das gezielt noch nie geübt habe gehts dafür einigermassen gut. Muss man halt mal trainieren. Zwischendrin sorgte dann auch eine rutschige Passage für eine standesgemäße Bodenprobe. Nix wildes also geht's weiter hinab.

   

Unten angekommen stiegen wir wie Freitag auch schon dem Meuchelberg auf's Dach um den schönen Trail zu rocken. Davor lag zunächst der deftige Aufstieg. Für Kermit kein Problem. Gabel abgesenkt und entspannt zurücklehnen, den Rest richtet das 36er Kassettchen. Man klettert gut aber gemütlich. All Mountain like und nich ala Marathon ! Aber das geht voll in Ordnung, man muss halt wissen was man will. Dabei spürt man zwar immer das der Hinterbau arbeitet aber es stört nie wirklich. Mag auch sein das 10 Jahre Hardtail mich dahingehen sensibilisiert haben ( oh Gott das war Hochdeutsch oder ? ), bisher war hintenrum halt immer alles starr :) So weiter geht's, irgendwann war ja dann mal der Gipfel erreicht. Die Treppen am Traileinstieg waren ehrer von der holprigen Art, das feine dabei: ohne Anhalten einfach Sattel runter und drüber dank Reverb. Was der Frosch'n so alles kann wa ?  Nach diesem Schmankerl folgte der Heimweg. Durch's Heimbachtal buchsierten wir uns wieder auf die Höhe, rollten seeeehr geschmeidig nach Eicks und dort in den "Froschtrail". Sorry aber der musste heute eingebaut werden. Danach nahmen wir noch ne feine Abfahrt am Museum mit weil's halt auf dem Weg lag, worauf wir dann auch schon wieder in der Heimat waren.

 

Fazit: Mal wieder klasse Tour mit klasse Mitfahrern. Wetter gut, ein wenig schlammig, dafür schöne Trails gefahren. Bike ist Top, kann man nicht anders sagen, vor allem wenn man bedenkt das man bei andern vermeintlich "Namhaften" Herstellern nen Tausender mehr für die gleiche Ausstattung legt ! Ich kann nur sagen: Top Bike zum echten Kampfpreis ! Danke Jupp, haste mit ein fluffig Rädchen verkauft !
 
 

Die Saison 2012, was kommt 2013 ?

Hui, schon wieder ne Bikesaison vorbei. Vor der Türe prasselt schon wieder der Winterregen und formt die Trails mit neuer Prappe, da hat man doch mal Zeit das vergangene Jahr zu reflektieren ! Das fing schonmal mit nem fetten Frühjahrsklopper an der Ahr an. Der Zuckerhut sorgte für Geschrei bei den Mitfahrern. Es gab neue Kötertrikots und im April meine Abschiedsrunde bei den Radrebellen. In diesem Jahr gab's auch einen absoluten Weltrekord, zwölf Plattfüsse auf einer Tour, das war selbst bei den Tomburgern Rekord ! Dann einen ordentlichen Vatertagsklopper mit reichlich zähem Geläuf  und noch jede Menge andere schöner Touren mit den Kötern. Highlight der Saison war diesmal der Eifelcross. Wie im Bericht erwähnt muss es nicht immer die große Alpentour sein die tierischen Spass bringt. Einfach ein paar Pfunds Kerle auf's Bike gesetzt und ein paar Tage durch die Eifel radeln, der Muskelkater vor Lachen ist garaniert ! Ein weiteres Highlight war für mich auch die 2 Tagestour mit der Frau nach Monschau. Bei perfektem Wetter bikten wir zwei durch wunderschöne Rureifellandschaft, da wär ich fast noch zum Romantiker geworden. Allseits beliebt bei den dreckigen Kötern waren diesjahr die Ahrklopper. So manche Steigung erinnerte an einen filmbekannten Bergsteiger und die Trails da sind ja eh erste Sahne. Hier sorgten auch schonmal die Sonntagsfahrer für gute Laune und die ein oder andere Flugstunde. So könnte man noch stundenlang über die Touren sinnieren, Lieserpfad, Perle der Eifel, Hassebachgraben und Westwall, ein ordentliches Kirmestoürschjen und ne lustige Schneetour an der Ahr rundeten die Saison ab. Eine wirklich tolle Saison mit vielen netten Mitfahrern, Events und spitzen Trails. Das wichtigste: ausser den üblichen kleineren Blessuren ( Schultereckgelenkssprenung zum Beispiel ) blieben bei allen die Knochen heile.


Was kann das in 2013 toppen ? Mal sehn, aber vielleicht muss es das auch gar nicht. Für mich hat halt jede Tour seinen eigenen Reiz. Sei es im Winter bei Matsch und Regen, sei es allein oder mit den Kötern. Gerne auch mit der Frau die mehr und mehr von mir mit dem Virus MTB infiziert wird oder auch mal mit ganz andern vielleicht noch unbekannten  Leuten z.B. aus dem MTB Forum. Die Trails werden auch im kommenden Jahr gerockt, seit dem Kermit da ist dann auch mit etwas mehr Federweg. Was ich mir jedenfalls für nächstes Jahr in die Birne gesetzt hab, ist die EBMC ( East Belgium Marathon Challenge ). Nachdem ich die letzten zwei Jahre keine Marathons gefahren bin will ich's diesjahr nochmal wissen und starte bei drei belgischen Marathons. Das Ganze natürlich nicht um Erster zu werden sondern wegen dem Spass und dem persönlichen Ehrgeiz, mal sehn wie's klappt, es müssen jedenfalls noch 10kg am Fahrer fallen ! Tourmässig wollte ich mich diesjahr auch hier und da ein wenig gen Westen orientieren, die Belgier locken mit tollen Randonnee's und herrlichen Trails. Es wird aber auch sicherlich wieder nen genialen Ahrklopper und einen Eifelcross geben. Mal sehn was geht, das Häusle will ja auch nochn schönen Garten dazu und so ganz nebenher bin ich ja auch seit letzem Jahr ein Ehemann :)) Allen Mitlesern wünsche ich jedenfalls ein gutes Jahr 2013, auf das ihr eure Ziele erreicht, wie auch immer die aussehn !

08.12.2012

Knecht-Ruprecht-Knüppel-Aus-Dem-Sack-Tour 2012

Der Winter ist da ! Traditionell wird zum Jahresende dann die KRKADS-Tour der dreckigen Hunde veranstaltet. In den vergangenen Jahren kreisten wir dazu im Schnee um Kommern. Diesmal sollte es anders kommen, ganz anders. Geplant war ein geschmeidiges Toürschjen ab Ahrweiler zu den schönen Trails im Neuenahrer Wald, das ganze zu etwas späterer Stunde um dann die Flutlichter zur Geltung zu bringen.

Doch dann kam alles anders. In Ahrweiler standen bei Aldi 7 tapfere Bikersleut um bei schnuckeligen -2°C fahrt aufzunehmen. Zunächst musste unz Udo jedoch mit Kälteschutz für die Hände versorgt werden. Dieser war erst zögerlich, ging dann jedoch nach Schilderung sämtlicher Erfrierungstode brav beim Discounter nebenan einen Satz Handschuhe kaufen. Die Tour konnte starten.

Zunächst kamen wir ganz gut voran, durch Ahrweiler kurvten wir um die Weihnachtsmarktbesucher zielstrebig zum Brückentrail beim Kalvarienberg. Der liess sich trotz weißem Belag recht geschmeidig fahren. Weiter ging's Richtung Katzley, von dort aus sollte der Aufstieg nach Ramersbach starten. Das ging auch zu Anfang recht ordentlich. Doch je höher der Tross kam um so höher wuchs auch der Schnee unter den Stollen an. Die folge: wildes auskeilen sämtlicher Lenker ! Die Gesichter der Mitfahrenden liessen nichts gutes Erahnen. Ob das noch lange gut geht ?

Einige Höhenmeter weiter war der Anstieg fast geschafft. Vor uns lagen jedoch noch einige Kilometer nach Ramersbach. Auch wenn diese recht flach sein sollten so entschied er Guide um dem Lünchmord zu entgehen die Tour an dieser Stelle in eine andere Richtung zu leiten. Mittlerweile war die Sonne auch weg und die Flutlichter in Betrieb. Es wurde zielstrebig der nächst erreichbare Trail angesteuert. Waren die Teilnehmer noch etwas zaghaft, so stürzte sich der Guide todesmutig in die Abfahrt. Diese endete nach einigen wilden Manövern mit einem im Schnee getauchten Helm wenige Meter weiter unten. Das Gefolge schleuderte auch so daher, der ein oder andere nahm auch gleich eine Bodenprobe. Ob's hier an Fahrtechnik mangelte oder die Leute sich einfach nicht mehr vor Lachen auf dem Bike halten konnte wird noch genauer erörtert.

Nach dem sich die erhitzten Gemüter hinreichend im Schnee abgekühlt hatten suchte man den nächsten Trail auf. Nach ein wenig sucherei im Unterholz stand fest: der ös fott ! Zumindest bei dem Schnee ! Also weiter auf schnöder Forstautobahn. Das war dem Guide jedoch zu einfach. War doch da noch eine gestrichelte Linie auf dem Display zu sehen. Die suche nach dem nächsten Trail endete mit einem "Abstiegszenario" das sicherlich Hillary und Norgay beim Abstieg vom Mt. Everest auch gut gestanden hätte. Soll heissen: hier war alpine Erfahrung gefragt. Aber auch dies liessen die Mitfahrenden mit einem lächeln über sich ergehen. Nun war genug der Schneewanderung und es wurde Zeit für einen Glühwein. Im Schleudergang ging's auf schnellstmöglichem Weg hinunter ins Tal um dort den nächstmöglichen Glühweinstand zu plündern. So liessen wir eine schöne aber wirklich verrückte Schneetour ausklingen ! Meinen Dank an die Mitfahrenden und Hut ab für so viel Durchhaltevermögen und Geduld :) Daten: 15 km / 450 hm / 2h / AVS 7,5km/h
Hier das dabei entsandene Filmchen:
 
 
 

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