21.09.2014

Geht doch !

Heute war der innere Schweinhund zimperlicher als ich selber :)

Nachdem es heute morgen monsumartige Regenfälle gegeben hatte, war der Sonntag eigentlich so gut wie gelaufen, Lust auf Prappe hatte ich eigentlich keine. Doch nach dem Mittagessen juckten die Waden,ich musste raus. Regen hatte aufgehört und wenn man erstmal 5km durch den Matsch gedämmelt ist hat man eh den "Scheissejaal"-Status erreicht und die Sauerei fängt an Spass zu machen ! Dazu noch feinste angefeuchtete luft für die Lungen und et Sönnchen kam am Ende auch noch raus, herrlich !

Also nicht beirren lassen und immer raus in die Natur, sei's auch noch so matschig,es lohnt ! 

Wet,wet gras makes the as naaas ! :)

Da fühlt der Prügel sich Pudelwohl !

11.09.2014

Zwei Schanzen in Bernkastel

Heuer war ich wiedermal auf Urlaub im Urlaub. Es ging nach Bernkastel, dort hatte ich von einer DIMB zertifizierten MTB Strecke gehört ( Zwei Schanzentour ) die nun ausgeschildert ist und im Oktober offiziell eröffnet wird. Grund das Teil mal zu testen. Ausgeschrieben ist sie als "schwierige" Tour mit Anspruch an Kondition und Fahrtechnik. Genau das richtige für den heutigen Tag. Auf dem Weg an die Mosel prasselte jedoch zunächst ordentlich Nass auf's Autodach. Je näher ich aber der Mosel kam um so weniger wurde jedoch das feuchte Nass, bis es sich in Wittlich schliesslich ganz verzogen hatte. Mit 15°C und leichter Wolkendecke also beste Vorraussetzungen am Start in Bernkastel. Die Parksituation dort ist, sagen wir mal "suboptimal", da die meisten Parkplätze gebührenpflichtig sind. Und man bei ner MTB Tour mal schnell 3-4 Std. weg hat schloss ich mich den Parkern auf der Bundesstrasse an, daswar wenigstens umsonst.

Unten fährt das Böötchen, oben der Hubi !
Moselpanorama
Päusschen an Maria Zills
Aber nun zur Tour: Es geht mal gleich sportlich los, von Bernkastel geht's auf Teer zunächst stetig bergan durch schöne Weinberge mit grandioser Sicht auf die Mosel. So langsam weicht der Weinberg dem Ginster und der Teer wird gegen Schotter getauscht. Dann wird Ginster gegen Wald und Schotter gegen loses Geröll getauscht, immer noch stetig bergan. Am Ende zeigt der erste Anstieg dann nochmal ein wenig die Zähne, ein kleines steiles Rämpchen kündigt das Ende an. Oben ist man dann auf "Maria Zills" 400m ü.N.N. und hat einen fantastischen Blick auf die Mosel. Es sind aber erst 4km geschafft also schön weiter dämmeln und nich rumträumen,Hubertchen !

Trailspass am Ameisenpfad
Da kommt der Hubi

Auch das gehört dazu !
Es geht weiter durch Pferdewiesen und vorbei an ein paar Baustellen des "Hochmoselübergangs". Der soll entlang der Mosel für schnelleres Vorankommen sorgen, wie man munkelt wohl ein weiteres Millionengrab ! Hoffentlich bleiben die bisher gebauten Betonbauwerke keine "Soda"-Brücke wie die bei Euskirchen. Ich näherte mich dem ersten echten Highlight der Tour. Dem songenannten Ameisenpfad. Der zieht sich in etlichen Kehren hinunter nach Traben-Trabach bzw. Bad Wildstein. Genau das richtige für einen "Spitzkehrenfetischist" wie mich. Astrein der Pfad, schön flowig und alles fahrbar ! Da springen die Glückshormone Seilchen ! Unten war ich dann wie gesagt in der Nähe von Bald Wildstein, einem kleinen verträumten Ort am Kautenbach. Da ich im Pfad einiges runtergebrezelt war ahnte ich böses. Und meine Ahnung sollte sich bewarheiten. Es ging in einen Anstieg der Kategorie "Psycho" oder auch "Riesensauerei". Der Weg zog sich und zog sich, relativ breite Piste, Untergrund = Kaugummi und ordentlich steil. Was für stramme Waden also. Aber durch herrlich verträumten Wald als kleine Entschädigung. Ich schleppte mich auf dem Rentnerblatt hinauf, die Gartenarbeit der letzten Tage/Wochen forderte Tribut !

Betonbauwerk des Hochmoselübergangs. Rundballenlagerhalle "Deluxe"
Am Kaiserstuhl
Und wieder hinauf
Doch irgendwann, so nach gefühlt mehreren Stunden, hatte ich's geschafft ich war wieder oben Bis hier hin hatte ich gut 10km und satte 600hm auf dem Zeigegerät. Uff, das ist schon fast "Alpin" ! Also die Beschreibung "für Fortgeschrittene" kommt bis hier hin voll gerecht, bergan wie bergab. Hochmotiviert ging's an die nächste Abfahrt. Was für ein feines Pfädchen ! Kleinere Sprünge, Anlieger und herrlich geschmweidig zu fahren. Sehr fein ! Das Ende kam viel zu schnell, das hat man davon wenn man da so runterbügelt. Vom Kallenfels aus ging's dann mal ein wenig flach daher bis zum Kasierstuhl, von da ab wieder seicht aber stetig bergan. Immer wieder kam man an feinen Aussichtspunkten vorbei. Hinauf und hinauf bis auf den Olymp ! Nein, ich hab mich nicht verfahren und bin nicht in Griechenland sondern hier gibt's auch nen Hubbel der so heisst. Da war ich schon mitte Köters beim Eifelcross 2013 von daher nicht ganz so unbekannt. Kurz vorm Gipfel ein schönes Pfädchen und herrliches Moselpanorama, oben denn erstmal ein paar Körner nachwerfen. Auf schlappen 20km hatte ich bereits mehr als 800hm gesammelt, beachtlich für Mittelgebirge !

Immer wieder Aussichten die zum träumen einladen
Auffahrt zum Olymp
An der Wilhelmshöhe
So, nu aber hinab und zwar mit schmackes ! Diesmal ohne Fotostop weil einfach zu schön. Ein paar Kehren und dann kurze knackige Steilpassage und weiter ging's geschmeidig bis zum Parkplatz an der Burg Landshut. Sehr schön ! Nu ging's wieder hinauf zur "Wilhelmshöhe", mal schmales Pfädchen mal breiterer Weg, mal schnöder Forstweg mal Kaugummi.  Später ging's dann wieder  über breitere Wege hinab zur Andeler Schutz bzw. Grillhütte. Zwar diesmal "trailfrei" aber nicht minder schön. An der Schützhütte warf ich mich ins nächste feine Pfädchen. Einstieg über eine kernige Treppe dann in ein paar Kehren hinab. Das machts Spass ! Dann kam das große Finale. Doch zunächst nochmal ein wenig hinauf, die 1000hm waren schon lange geknackt. Wieder bis fast zur Wilhelmshöhe hinauf, dann jedoch links ab in ein sehr feinen Pfad zur Anna Kapelle. ziemlich mittig ne Linkskehre der Kategorie "knifflig". Gott sei Dank, links ist meine Schokoladenseite:)

Trail zur Anna-Kapelle

Herrlich das Pfädchen
Aber der Kapelle geht's geschmeidig weiter, ein weiteres Serpentinenpfädchen führt mich bis fast hinab zur Mosel. Sehr fein ! Nochmal läppische 10hm hinauf dann liess sich's gemütlich bis Bernkastel ausrollen. Dort war die Hölle los. Ein echter Kulturschock. Hatte man zuvor 3 Std kaum jemanden getroffen fielen hier Horden von Silberlocken in die örtlichen Cafes ein. Grosses Sightseeing wurde also verschoben und ich rollte in geduckter Haltung von dannen zurück zum Auto. So endete eine sehr feine Tour.

Sunny side of life 

Liebliche Mosella

Silberlocken Epizentrum Bernkastel

Fazit zur Tour: Leider Geil ! Die Beschreibung "schwer" oder "für Fortgeschrittene" oder wie's man auch immer bezeichnen will, kommt voll hin ! Am Ende standen 32km und 1200hm auf dem Zeigegerät. Genau mein Geschmack, knackig bergauf und über schöne anspruchsvolle Trails hinab. Das haben die in Bernkastel wirlich super hinbekommen. Normal bin ich immer ein wenig skeptisch gegenüber "offiziell" ausgewiesenen MTB-Strecken, meist gehen diese über schnöde breite Wege ( siehe Bad Münstereifel ) aber hier hat man ein wunderbares Beispiel das es nicht immer so sein muss und das sich wünsche von MTBler und anderen "Waldnutzern" durchaus unter einen Hut bringen lassen. In diesem Sinne "Hut ab" und "Daumen hoch" für dieses Ründschjen !




06.09.2014

Klopperus Maximus Mosella

Heute stand eine langersehnte Tagestour mit den dreckigen Hunden an. Es sollte an die Mosel gehen, denn dort gibts herrliches Panorama, reichlich Trails und der Wettergott hatte den Kötern auch noch die Sonne dahin geschickt. Eine perfekte Mischung also für eine schöne Tagestour. Pünktlich um 9 Uhr sattelten fünf Köter dann in Cochem auf. Das lockere Einrollen durch den Ort wurde am Ortsausgang duch den ersten Anstieg beendet. Es ging rechts raus in ein herzaftes Hügelchen. Würd man ihn als Weinkenner bezeichen würde der Hang sicherlich folgende Bezeichnung bekommen: zartherb in der Eröffnung und brennend im Abgang. Man war das ein Gerät. Auf den 2km hatte das Hügelchen satte 13% ... im Schnitt !

Start in Cochem. So klein ist die Burg !
Lebensrettende Entkleidungsmaßnahme:)
Oben angekommen hatten einige Herren sogleich ordentlich Druck auf dem Kessel. Bevor jedoch das Sicherheitsventil abhebt rissen diese sich umgehend die Klamotten vom Leib. Ich muss zugeben ich hatte oben auch die ein oder andere Schweißperle verdrückt. Schnuckelige 25°C morgens um halb Zehn gaben ihr übriges dazu. "Oben" das heisst am Ferienpark Klotten, dort gibts  einen herrlichen Panoramaweg den wir auch aufsuchten. Im rauschenden auf und ab zieht sich das Pfädchen am Hang entlang und gibt immer wieder herrliche Blicke auf die Mosel frei. Sau gut ! Am Ende de Pfädchens, am Friedenskreuz in Klotten, gab's dann nochmal die volle Dröhnung Moselpanorama, was für ein Blick ! Der folgende Trail sorgte im weiteren für breites Grinsen.

Am Friedenskreuz. Die einen geniessen die Aussicht, die andern ...

Moselpanorama
In Klotten wollten wir normal eine weitere Traileinlage starten. Leider war der Aufstieg über die Landstrasse wegen einer Ralley gesperrt,alles andere hätte Kilometerlange umwege bedeutet. Also nahmen wir einen kleinen "Ersatztrail" hinunter zu Mosel, war auch recht spassig. Nach kurzer Überführung entlang der Mosel, wir nahmen natürlich nicht den schnöden Radweg sondern unbefestiges Geläuf entlang der Bahn, steuerten wir zielstrebig das nächste Highight an. Das Pommerbachtal sollte uns bis nach Kaisersesch bringen. Dazwischen liegen 18km, 500hm und weit über 20 Bachquerungen. Und da wir entschieden haben das Brücken was für Muschis sind haben wir im Kollektiv jedes mal der Bach per Furt gequert. Das sorgte spätestens bei Bachquerung No.9 mit guten 50cm Pegel für nasse Füsse. Herrlich ! Mal als Forstweg, mal als schöner Trail zieht sich der Weg immer dem Bach folgend daher. Durch Wiesen und durch Wälder und so gut wie menschenleer. Natur pur ! Die Bachquerungen sorgten dabei immer wieder für Gelächter, nicht zuletzt weil's hinterm Bach immer sehr morastig war. Eigentlich hätten man auch gleich das Tal durch's Bachbett hochfahren können.
Entlang der Mosel
Erster zakhafter Bachquerungsversuch im Pommerbachtal
Geht doch !
Bei der Ruine Kloster Rosental machten wir einen kurzen "Trockenlegungsstop". Unter'm Hornissennest wringten wir unsere Socken aus und entluden die Schuhe. Die Hornissen waren friedlich, waren warscheinlich benebelt durch den Dunst unserer nassen Socken ! Weiter ging's vorbei an Villa Margaretha, einem schönen aber leider abgewrackten Gemäuer, bis zur Querung Wirfuser Bach. Dort schoben wir ein paar Körner in Form von Riegel und Brötchen nach. Und weiter ! Vorbei an alten Stolleneingängen, über einen Trail an der Hambucher Mühle gefolgt von weiteren feinen Trails und einem Tunnel unter der A48 hindurch. Kaisersesch war erreicht. Aber die Trailsuche war noch lange nicht zu Ende. Über schnöde Wirtschaftswege suchten wir die nächsten Pfade auf. Fündig wurden wir am Sesterbach. Dort schossen wir die Serpentinchen mit Anlieger hinunter gefolgt von eienem herrlichen Pfad in Richtung Enderttal. Kurz vor der Endert bogen wir jedoch nochmal recht hinuaf nach Leienkaul ab, dort gab's auch noch was zu sehen.
Herrlich das Pommerbachtal
Druch diese hohle Gasse muss er kommen !
Trockenlegung  Socken Teil 1
Trockenlegung Socken Teil 2
Ein alter Schieferbruch hielt nochmal schöne Pfädchen für uns bereit. Das Grinsen der Mitfahrenden bestätigte: das hat Spass gemacht. Unz Udo war so begeistert das er prompt eine Bodenprobe entnehmen wollte. Nun wartetet das Endertal auf seine Befahrung. Soll es warten, wir nahmen erstmal den Stationenweg zum Kloster Martental um dort einen Kuchenstopp einzulegen. Eine Donauwelle und ein Käsekuchen später radelten wir von dannen, wir hatten selbst mit unsern Ü50er den Altersschnitt drastisch gesenkt ! Vom Kloster hinunter führte ein Pfad der Kategorie Eiskunstlauf. Mit wildem Lenkergeschlängel schoss die Nobby Nic -  Fraktion durch's Gemüse. Nachdem sich die Lachmuskeln wiedermal beruhigt hatten waren wir im Enderttal angekommen. Obligatorisches Gruppenfoto am Wasserfall und dann hinein ins Trailgemetzel. Eins A das Tal ! Schmaler Pfad schlängelt sich entlang der Endert, teilweise zu schmal zum befahren. Aber dann wird halt mal geschoben, da bricht sich auch keiner einen Zacken aus der Krone.
Die Herren am Schieferbruch
Und durch den Schieferbruch hindurch
Schleudertrail am Kloster Martental
Leider hatte der Pfad auch die letzen Jahre sehr gelitten so das teilweise um Hangabbrüche und über bzw. durch Bäume gezirkelt werden musste. Manchmal hätte man sich eine Seilschaft geünscht so Alpin ging's da zu :) Aber im großen und ganzen war es mal wieder echt ein Erlebnis hier durchzufahren. Da wurde in Maschendrahtzäune eingefädelt oder über die zahlreichen Brücken gestolpert.Das Ende des Enderttals markierte die Weissmühle. Das breite Grinsen hatte sich noch nicht verflüchtigt. Bei dem ein oder andern hatte man den Eindruck wenn er keine Ohren hätte, er hätte im Kreis gegrinst. Die Tour war aber noch nicht vorbei. Es ging nochmal geschmeidige 270hm nach oben. Und zwar auf den Antoniuskopf. Das war ganz schön zäh nochmal zum Schluss da rauf zu stampfen. Aber es sollte sich lohnen. Die nächsten Pfade führten uns zur Hubertushöhe :). Teilweise recht ausgesetzt, hier sollte man keinen Fahrfehler machen !
Der Trupp im Enderttal
Dort begrüssten uns wie immer die echten Bergziegen :)
Kletteraktion im Enderttal
Einfach herrlich !
Was für ein Abschluss !
Die Aussicht von der Hubertushöhe war nochmal vom allerfeinsten. Der Blick auf die Reichsburg und die Mosel flashte nochmal alle. Der folgende Trail sorgte dann auch wieder für breites Grinsen in den Gesichtern. Durch das Märtscheltbachtal schlängelt sich ein herrliches Pfädchen hinunter nach Cochem. Astrein das Ding ! Steil, teilweise verblockt über kleine Brücken mit allem was das Herz begehrt. Ein krönender Abschluss für eine geniale Tour. Vorbei an der Reichsburg Schossen wir durch die Burggärten hinunter nach Cochem. Dort liessen wir eine hammerharte aber sehr feine Tour bei einem Kaltgetränk ausklingen. Allerfeinste Wochenendbeschäftiung, meinen Dank an die mitgereisten Herren für den lustigen Samstag !




02.09.2014

Hubi und die Vulkane.

Heute nahm ich mir einen Tag Urlaub vom Urlaub. Da ich nun die zweite Woche meines dreiwöchigen Urlaubs angebrochen habe, nahm ich mir heute mal eine Auszeit von der Wühlerei im heimischen Garten und Terminen. Es stand ein lang geplantes Touürschjen in der Vulkaneifel an, dort war ich bisher sehr selten unterwegs. Startpunkt war Mendig, das ist recht leicht von mir aus zu erreichen.  Auf dem Weg dahin verzog sich noch der letzte rest Nebel, perfekt ! Bike gesattelt und ab ging's.
Da geht's los !
Herrlich, wie in Luxemburg
Von Mendig aus suchte ich erstmal Pfade im Kellbachtal. Ich folgte der 4-Berge Tour, einem Traumpfad. Schnell hatte ich die ersten Trails unterm Vorderreifen, zunächst seicht Ansteigend dan steil in ein paar Kehren hinauf. Trails muss man auch mal hochfahren, sagt eine bekannte Bikegrösse aus der Nähe von Wesseling :) Aber auch runter ! Zunächst ging's geschmeidig durch Felsformationen dann wieder in Kehren hinunter.Da kam echtes "Letzebuerg"-Feeling auf. Kellbachtal haken dran und weiter auf den "Gänsehals". Poah Alta, ganz schöner Hubbel tat sich da vor meinem Vorderrad auf ! Zunächst gut fahrbar auf Forststrasse wechselte der Weg nachher auf schmalen Pfad mt einigen fiesen ganz kurzen Stichen.  Nich schön für die Oberschenkel, aber schön fürs Gemüt !
Eine A-Eiche
Der Meistro geniesst die Aussicht am Gänsehals
An der Gänsehals-Hütte machte ich ganz kurz Rast, mal eben durchschnaufen und Panorama geniessen. Dann weiter hinauf, aber nich mehr so viel. Bis zum RWE-Turm. Da kann man bis zur Aussichtsplattform hochlaufen und Gegend gucken. Gesagt getan, die paar Stufen,ich glaub es waren fast 70, sind schnell erledigt. Oben ein Traum Blick zur Hohen Acht und zum Laacher See. Herrlich ! Nu aber weiter nich nur träumen auch dämmeln ! Durch tolle Landschaft ging's gen Rieden.  Mittlerweile auf nem anderen Traumpfad: "Riedener See" heisst der. In Rieden kurzer aber anspruchsvoller Trail dann war ich auch schon im Ort. Stop am Sauerbrunnen und dann einmal um den See herum. Idyllisches Fleckchen Erde, schöner See mit kleinem Feriendorf, sieht nett aus hier. Nu ging's wieder naufi. Aber nich so wild, schnell war ich die paar Höhenmeter nach Volkesfeld hinaufgekurbelt. Dort suchte ich einen Trail am  Riethelkreuz auf. Super Ding, nur ein wenig kurz. Schlängelt sich über Stufen und Serpentinen zurück in den Ort durch nen herrlichen Wachholder-Hang. Super !
Rieden
Riedener See

Nu ging's wieder naufi. Diesmal etwas länger bis auf die Hohe Rain. Das Sönnchen drückte mir hier tatsächlich eine Schweißperle auf die Stirn. Fahrtwind auf dem Rentnerblatt gleich null ! Dann kam der erlösende Wald und schnell war die Aussicht bei der Falkley erreicht. Auch schön hier. Hinunter  über einen fast nicht mehr vorhandenen Pfad, der war aber noch recht gut zu fahren und verlief herrlich steil über Felsen. Unten ging's mit den verwucherten Wegen weiter bis ich vor Hecken stand. Eine Alternative war schnell gefunden: hinunter zur Landstrasse. Das ist zwar gut für's vorankommen aber einem Biker mit Asphaltallergie tut sowas weh ! Egal ging nich anders. Der Strasse folgte ich 1000 schmerzhafte Meter, Asphaltallergie nä ! Dann bog ich zur Heilquelle Volkesfeld ab. Heilwasser ! Aha ! Janz schön sauer die Plörre. Soll aber jut für et Jedärms sein. Hoffentlich hält die Poperze das bis nach Hause aus :)
Heilquelle
Maifeldblick

Weiter im Text, äääh in der Tour: Riedener Mühle liegen gelassen und dann son Anstieg der Kategorie "Für Schweine". Nicht besonders steil aber mit aufgeweichtem Boden. Jede Kurbelumdrehung ging zu 50% ins leere. Woha, watt ne quälerei. Aber auch den hab ich platt gemacht. Oben war ich dann an der Aussicht Üdels. Man hier wird man des Panoramas überdrüssig. An jeder zweiten Ecke super Aussicht. Dafür geht's auch bächtig nauf un nunner, flach kennen die hier nich ! Über schnöde Forstpisten radelteich gen Schmitzkopf. Natürlich nochmal etwas hinauf ! Zwischendrin immer wieder von dem zähen Driss mit ohne Grip.  Aber dann am Schmitzkopf ein Blick der alle andern bisher in den Schatten stellt. Der sogenannte "Maifeldblick" stellt die Sicht bis zur Mosel und darüber hinaus frei. Herrlich. Der dicke Turm in Münstermaifeld sieht zum greifen nah aus, ist aber Luftlinie 20km weg. Hier oben wechselte ich dann auch wieder auf den 4-Berge Traumpfad. 
Päusschen am Schmitzkopf
An der Marxe Ley
Von nun an ging's erstmal tendenziell bergab. Tendenziell ! Den kleinen Anstieg am Sulzbusch, auch ne tolle Aussicht, und vorbei an den Rieder Höfen erwähne ich hier gar nicht erst. Dann ein weiteres Schmankerl. Zunächst ein wenig "Sightseeing" in der Marxe Ley. Einem alten fast vergessenen Steinbruch. Auch hier Felsen wie in "Letzebuerg". Dann ging's in den "Schweinsgraben".Warum der so heisst? Keine Ahnung ! Aber nett wars da, schöne Pfädchen. So, der letzte Hubbel stand auf dem Programm. Es sollte auf den Hochstein gehen. Dazwischen lagen gute 200hm. Zunächst auf Waldweg dann wieder auf schmalem Pfad. Hier ärgerte ich mich ein wenig da bergab wahrscheinlich die bessere Variante gewesen wäre. Toll angelegtes Pfädchen mit Kehren und Holzstufen. Rauf war es "für zeh Kühme !" Zwischenstopp an der Genoveva Höhle. Die hat nix mit Ganoven zu tun sondern mit der Genoveva, die arme Frau musste laut Legende hier mal lange Hausen. Weiteres findet man im alwissenden Netz.  Ein wenig ächtzen später stand ich auf dem Hochstein. Man war das zäh. Nu aber nunner. Runter nahm ich den Jakobspilgerweg. Der war oben rum in recht verfallenem Zustand,nach unten jedoch wurd er immer besser. Zum Schluss gab's sogar ne kleine Northshore einlage über Holzstege.
Dicke Buche am Hochstein - 6m Stammumfang !
Genoveva Höhle
Nett !
Nettes Ende einer Tour !
Der Erlenbrunnen markierte das Ende der Tour. Das kleine Pfädchen rollte ich wieder zurück nach Mendig und schwups war ich wieder am Auto. Fazit: eine echt tolle Tour mit vielen schönen Pfädchen. Es ist jedoch etwas schmalz in den stängeln erforderlich, es sind zwar "nur" 40km aber die haben satte 1300hm auf zum Teil anspruchsvollem Geläuf. Aber die Mühe lohnt, die Gegend ist echt toll und Aussichtspunkte gibt's hier en Masse ! Fein Fein. Zur Belohnung für die Höhenmeter nahm ich mir auf dem Heimweg aber noch ein Kistchen Vulkanbräu mit, ohne Fleiss kein Preis !