30.11.2014

Grenzgänger

Dieses Wochenende musst ich mein Touürschjen irgendwo zwischen die Pampers-Pit-Stops quetschen. Trotzdem nahm ich wieder mehr oder weniger unbekannte Gefilde auf's Korn.  Diesmal ging's in die deutsch/belgische Grenzregion zwischen Hellenthal und Rocherath. Hier gibt's noch kaputtes Zeugs aus dem II.Weltkrieg und Schmugglerpfade zu entdecken.So machte ich mich ab der Oleftalsperre in Hellenthal bei knackigen 3°C auf die Reise. Zunächst mal musste der Laktatkreislauf warmgenudelt werden ! Also ersma Hubbel hinauf. Ich schob meinen übergewichtigen Kadaver auf den Hoheberg, weiss nich warum der so'n Namen hat is "nur" 533m hoch dem Hubbel ! Dort oben waren laut Karte ein zwei Pfädchen verzeichnet, aber leider nur auf der Karte ... in Real ne relativ breite Forstautobahn. Bei der Abfahrt zum Prether Bach fand ich dann doch noch ein Pfädchen an dessen Ende ne rumpelige Treppe auf mich wartete. Hätt mich ja beinah ausm Sattel geschossen, mitm Hardtail muss man's doch was ruhiger angehn.
Zum größten Teil gehts auf Forstautobahn daher ...
...sind aber auch kleine Trails dabei ...
... die zuweilen ruppig Enden !
Dann ging's laaange hinauf, aber seicht. Gute 10km immer ein wenig bergauf bis nach Udenbreth. Alles breite Piste, aber ein schönes Tal, lässt sich auch wunderbar treten. Der Eisvogelwanderweg hinter der UnterpretherMühle war auch entgegen der Karte ne breite Forstpiste. Eisvögel hatte ich auch keine gesehn, dafür hingen fast schon Eiszapfen an meinen Füssen, ist definitiv kein Wetter mehr für die Sommerlatschen ! Ab der Udenbrether Mühle wirds dann bis Udenbreth steiler, dann ein wenig geplänkel durch den Ort und nochmal steil parallel zur Skipiste hinauf zum Weissen Stein. Mittlerweile hatte sich son doofes Nebelzeuchs vor die Sonne geschoben, den neuen Aussichsturm hab ich dann links liegen gelassen.  In der Nähe hatte ich mir noch'n Wegpunkt gesetzt. Und zwar am Westwall, der lag hier ganz in der Nähe versteckt im Wald, kurzes Poserfoto und die nächste Haltestation war auch nicht weit weg.
Tja liebe Frauen, ihr habt einen, in Udenbreth gibt'sglecih 18 davon !
Am Westwall
Der neue Turm am Weissen Stein
Hocheifel ... aaaaah ja !
Im Bocksvenn befindet sich "the real" Weisser Stein. Hier liegt im Feuchtgebiet der Steinklumpen der dem Hubbel hier seinen Namen gibt. So weiss is der gar nich, wahrscheinlich hat der ganze saure Regen die Farbe abgewaschen :) Nächster Halt: Holzwarche. Hier waren laut Karte schmale Pfade zu finden .... ja huch, in Real auch ! schnuckeliges Pfädchen sorgte für kurzweil entlag des Bächleins. Der Nebel war weg, die Sonne lachte und mein Bikerherz auch, perfekt ! Bis fast zur Enkelberger Mühle zog sich das so durch, fein fein ! Kurze Pause in der wärmenden Sonne, dann kraxelte ich wieder etwas hinauf um oben festzustellen das Treibjagd war. Den geplanten Weg über den Jansbach konnte ich knicken, kein Bock ne Ladung Blei ins Frack zu kriegen. Also Plan B aus dem Helm zaubern. Linkserum immer weiter die doofen Sperrschilder, zurück, ah'n Trekkerchen dem erstma hinterher, der macht zumindest radau. Nach einigem hin und her war ich dann wieder auf der alten Route. Leider ohne den Trail am Jansbach zu entdecken. Egal ein ander mal.
Da is das Ding ! Der Weisse Stein
isset nich schöhöön ?
...jaaa schööhööön
Wunderprächtig !
Pause muss auch mal sein
Sogar nach Mittag war noch Frost in den schattigen Tälern
Ich war also über endlose Wälder bei Rocherath wieder im Oleftal auf deutscher Seite. Bei der "Jonny-Brücke" wechselte ich wieder für ein paar Kilometer auf dei belgische Seite. Die Brücke ist nach einem US-Soldaten benannt welcher hier nach dem Krieg beim Versuch zu schmuggeln von deutschen Zöllern erschossen wurde. Wie sinnlos ! Durch den Hasselspath Forst bahnte ich mir den Weg durch's frostige Oleftal bis zur Antonius Brücke nahe der Oleftalsperre. Ein kurzes Trailintermezzo dann krachte ich schon um die Talsperre. Das Ende der Tour näherte sich, wenn sich der Uferweg auch noch etwas zog. Die Sonne wich wieder dem Nebel, der Vorhang schliesst sich also wieder. So endete die Tour dann wieder in Hellenthal.

 Fazit: lecker Touürschjen für zwischendrin mal, keine Trailorgie aber die Landschaft entschädigt allemal, echt schön hier oben im Land der Hecken und Bächleins. 




26.11.2014

Wieder willen ! Der Winter kommt ...

Jaja, er nähert sich langsam, der Winter, ob man's will oder nicht ! Heute musste ich dann auch noch bei 4°C und Nieselregen alleine los ..... im Dunkeln ! Die einen mit Arbeit eingedeckt der andere wahrscheinlich wiedermal kein Bock so stand lonely Hubi dann da mit seinen Chinaböllern. Gegen den Wind und den Fieselregen trat er an.


Doch er hatte eine Geheimwaffe !

Van Halen !

 
 
Und das hier ist dann die Standard Nightriderunde.
Breite Wege, keine Trails, muss halt so sein wenn man alleine im dunkeln unterwegs ist !

23.11.2014

Zu Gast bei Freunden ... der Hilterscheider Herbst !

Was für ein grandioses Herbstwetter stand für den heutigen Sonntag auf dem Plan. Da liessen sich zwei kernige Eifler Jungs nicht lumpen und riefen zum Touürschjen ab Hilterscheid aus. "Das Steigeisen von Hilterscheid" un "Schnipp" hatten einen Kurs krez und quer durch die Eifler Hügelchen ausgearbeitet. Hier und da ein Trail, lustige Mitfahrer, eine perfekte Mischung also für beste Sonntagsbeschäftigung.

Ging schonmal herrlich los am Brömmesbach
Sägekunst bei Pitscheid
Drei Köter in einer Linde

Und es sollten ein paar Hügelchen werden, doch zunächst spratelten wir direkt hinter Hilterscheid ein Trail zum Brömmersbach hinunter ... wenn man ihn den gesehen hat, den Trail. Über den Bach kleine technische Herausforderung in Form eine verwinkelten rutschigen Brücke ... kein Problem für versierte Voreifler :) Dann stand Hübbelchen No.1 auf dem Programm, hinauf noh "Pitsched" .Auf der andern Seite hinunter und dann Hübbelchen No.2 nach Wershofen hinauf. Dort kurz ein Foto in einer riesigen hohlen Linde und dann sammelten wir noch Schnipp und Martin ein. Zu fünft rollten wir dann wieder gen Tal zum Dreisbach. Weiters Hübbelchen bei Eichenbach folgte, es ging hinauf, dann ein wenig hinauf und später hinauf. Immer wieder herrliche Blicke in die grandiose Landschaft. Dann flogen wir wieder hinunter zum Dreisbach, hier und da ein schnuckelig Trailchen und schon stand das nächste Hübbelchen vorm Vorderrad. Wir dämmelten hinauf .. und hinauf ... und hinüber nach Laufenbacher Hof, nicht ohne ein weiteres kurzes Trailschmankerl.

Endlose Wälder
Herrliche Landschaft
Miniatur oder echt ?
Es folgte ... na?...ein Hübbelchen ! Richtig ! Und zwar diesmal hinauf nach Winnerath, oben herrlicher Blick zur Nürburg und HochAcht. Im weitere suchten wir den Aussichtspunkt "Ahrblick" in der Höhe vor Schuld, An dem romantischen Plätzchen gab's keine Pärchen zu verschrecken, wir machten Riegelpause ... von Christstollen bis Affenkotelette war mal wieder alles vertreten. Dann ging's an die schönen Trails rund um Schuld. Zunächst das feine Serpentinen Pfädchen, ein Teilnehmer ging zu wild ran, ihm riss fast die Hose ! Dann durch Schuld, ein Serpentinenpfädchen hoch, ein Pfädchen runter, wieder ein wenig hoch und dann den 0-Fehler Trail an der Brander Hardt. Ein Ausgesetzter Trail in dem man besser keinen Fehler macht, ein Sturz hier hätte fatale folgen. Also nich groß denken, konzentrieren und fahren. Alle kamen wohlbehalten durch und freuten sich, den es ging endlich nochmal hinauf !
Scheint Spas zu machen
Bloss nicht fallen !
Was für eine Gegend !
Die Meute
Und der Hubbel hier der war gar nicht mal so schlecht ! Nicht das die vorher was für Flachlandtiroler gewesen wären aber hier ging's ganz schöhöön lange hinauf. Oben, das war dann an der Kottenborner Kapelle. Was für eine Aussicht ! Was für eine Gegend. Vorne, hinten, links, recht, unten, oben,überall ... Gegend ! Von Michelsberg über Aremberg bis zu Hochacht und Nürburg war hier alles zu sehen was Rang und Namen hat. Klasse ! Leider verkündete dieser tolle Aussichtspunkt  auch schon fast das Ende derTour, nicht jedoch um nochmal einen letzten Trail abzugrasen, ein letztes schlammiges Tal zu befahren und natürlich ... einen letzten Hubbel mitzunehmen. Der brachte uns dann bis zurück nach Hilterscheid wo eine herrliche Tour bei einem Kaltgetränk ( und das war diesmal wirklich kalt :)  ) und einem Dampfriemen ausklingen zu lassen. Herrlich ! Ein großes Dankeschön an die Tourguides und vor allem auch an das Steigeisen für die tolle Bewirtung nach der Schlacht.Apropos Schlacht: auf die schlanken 45km dämmelten wir uns auf insgesamt 8 Hubbel stramme1200hm zusammen ... dazu kommen noch die "Pseudohöhenmeter" der Wegekategorie Kaugummi ...nur was für echte kernige Eifler halt :)





14.11.2014

Yinding vs. Singfire

So, dann hier auf vielfachen Wunsch der vergleich meiner Chinaböller:

Die Tesaspiranten:
[​IMG]

Links in blau mit schmeichelhaften 58g auf den Rippen mit ca.1200 Lumen angegeben (ca.42€): YINDING YD-2XU
Rechts in schwarzmit einem Kampfgewicht von 136g mit ca.1000 Lumen angegeben (ca.26€): SINGFIRE SF-90

Hier dann mal die Testbilder. Abstand zu den POLLERN ca. 45m. Kamera jeweils mit absolut identischen ISO's eingestellt (800)

SINGFIRE - LOW
[​IMG]

SINGFIRE- HIGH
[​IMG]

YINDING - LOW
[​IMG]

YINDING - HIGH
[​IMG]

So, auch wenn ich kein Kamera Experte bin und vielleicht das ein oder andere hätte noch besser einstellen können / müssen kann man glaube ich den deutlichsten Unterschied erkennen:

In etwa beide gleich hell, Yinding aber mit besserer Auflösung bzw. breiterer Streuung was wahrscheinlich auf die zwei LED'szurückzuführen ist.Eigentlich genau das richtige für eine Helmlampe. Werde die schweren Chinaböller dann auf der Lenkstange und den leichten aufm Kopp spazieren fahren. Vielleicht mach ich auch mal bei Zeiten paar Bildchen vom Trail.

Achso eines kann man noch erwähnen: bei der Yinding hat man erstmals den doofen SOS oder STROBE Modus beim normalen durchschalten weggenommen, das heisst man kann ihn "nur" aktivieren wenn man den Knopf länger gedrückt hält, das spart Zeit auf dem trail beim durchflitschen :daumen:

Fazit: Yinding = geiles Ding ! Top Lampe für kleinen Preis. Wer natürlich weiterhin was für die Eisdiele braucht kann sich gerne weiter bei Lupine zum Preis von ganzen Bikes ne Lampe erstehen, die mögen zwar mehr Licht haben aber wer noch mehr als das Licht einer Yinding braucht dem würde ich empfehlen auf Nightrides zu verzichten und zum Optiker zu gehen !

13.11.2014

Yinding = GeilesDing

So, seit heute habe ich einen neuen Chinaböller ! Das Teil ist echt mal super. Super klein, super leicht und super leuchtstark. Hat zwar fast 5 Wochen gedauert bis dem Gerät in der Post war aber nu isse da ! Der Versand gestaltete sich dabei relativ problemlos. Bestellt wurde bei dealextreme.com direkt in China, bezahlen kann man da mit PayPal, ging schnell und Problemlos. Gute 10 Tage später kam die Nachricht das sich die Lampe auf den Weg macht. Einen Tag später die Nachricht das die Lampe den "Security Check" am Flughafen nicht bestanden hat, man würde die Lampe aber umgehend über einen anderen Kanal zu mir versenden. Nun gut, harren wir mal der Dinge. Dann einige Zeit nix gehört und heute morgen ... zack bumm ... war se da die Lampe !
So kam se an, was ein Wirrwarr auf dem Paket
Grössenvergleich von oben
Grössenvergleich von vorne
Gewicht
Alles Fix und Foxi verpackt, Lampe, Akku, Helmhalter und Ladegerät ( das aber nur mit Amiflachstecker, Adapter gibs ja für nen Euro im Baumarkt ) Man kann also nach aufladen der Lampe direkt loslegen wenn man will. Gross getestet habe ich sie noch nicht, nur mal eben vor der Garage ausprobiert. Der erste Eindruck ist aber top ! Genauso Leuchtstark wie die olle CREE T6 LED, angeblich 1200 Lumen is mir aber auch Latte weil hell genug,  aber um Welten kleiner und vor allem leichter. Mir ging nämlich das Gebömmel auf dem Kopp ziemlich auf den Senkel, den kleinen Chinaböller merkt man so gut wie gar nicht mit unter 60g.
Vorderansicht
Rückansicht,mit dem Knopf schaltet man zwischen Low, Mid und High um.
Also ich kann nur sagen für das Geld eine Top Lampe. Ob ich jetzt ein schlechtes Gewissen habe weil ich sowas in China und nicht in Deutschland bestelle ? Nö ! Dann müsste ich es auch bei so einigen Alltagsdingen oder Kleidung haben, denn viele Dinge in unserm alltäglichen Gebrauch kommen mitlerweile aus China, ob man will oder nicht ! Und wer möchte kann sich ja ne Lupine Piko, die übrigends ähnlich aussieht, für den sechsfachen Preis zulegen. Insofern werde ich also in Zukunft "ohne Nacken" meine Nightrides absolvieren. Die Helmhalterung werde ich noch ein wenig optimieren, das die Lampe noch ein wenig näher an den Helm rückt, ansonsten geht's so nächste Woche los !
Helmhalterung
So ist sie derzeit montiert,Akku kommt dann in den Rucksack


08.11.2014

Geführte Tour vom SV Einruhr

Am heutigen Samstag fand in Einruhr die geführte Tour des SV Einruhr anlässlich des Rurseemarathons statt. Eigentlich hab ich's ja gar nicht mehr mit diesen Massenevents. Doch da ich das in Einruhr noch nicht kannte wollte ich dem Event noch eine Chance geben, wie sagt man: "Erst selber Meinung bilden, dann entscheiden !" Gut, die Entscheidung fiel dann nach km17 relativ schnell am Verpflegungsstand und zwar "Nie wieder !". Dabei war weniger die Strecke ausschlaggebend, die war recht schön angelegt mit verschlungenen Wegen und ein paar netten Trails. Es war mehr das Chaos !
Am Start in Einruhr, schwer watt los !
Im ersten Anstieg
120 Leute ohne Gruppeneinteilung im Massenstart frei nach dem Motto "Fahrt dem da vorne mal hinterher, wird schon gut gehen". Ich weiss auch das es selbst mit Gruppenbildung sehr zäh und schwer ist aber ohne .... die Schleichsemmeln fahren mal ganz vorne und werden dann durchgereicht, sofern möglich. Die Tretmaschinen kommen von hinten brennen den Berg rauf und stehen einem dann bergab in den Füssen rum. Eigentlich lapidare Trails werden zu "Schlüsselstellen", Stau vorprogrammiert ! Da bleibt der Spass auf der Strecke, im wahrsten Sinne des Wortes. Wobei, ich hatte noch nie so viel Zeit mir die Belgenbacher Mühle so lange anzuschauen. Was für ein Stau ! Und das auf einem S0 Trial. Wir nahmen dann zwischenzeitlich eine Alternative über das Serpentinenpfädchen, nicht auszudenken die wären alle da runter ! Der Eifleverein wäre Kindergeburtstag dagegen !
Wie an der Perlenkette aufgereit dämmeln se daher ...
Achtung ! 1km Stau an der Belgenbacher Mühle
Naja wie dem auch sei, wir klinkten uns dann an der Verpflegung aus und zuogen über altbekannte Trails zurück nach Einruhr, dort nahmen wir auch noch eine extra Schleife unter die Stollen und die Tour nahm ihr Ende. Nicht das das falsch verstanden wird: kein Vorwurf an den Organisator, die haben ganze Arbeit geleistet, Verpflegung war auch tippitoppi, Strecke eben so, aber die Umstände die ein solches Event mit sich bringt macht einfach keinen Spass mehr. Kein flüssiges befahren von Trails, vor jeder zweiten Wurzel Stau. Nö, da fahren wir lieber in kleiner Gruppe. Aber wie sacht man so schön: "Jedem Tierschen sein Pläsierschen ! " :) Gibt ja genug Leute die büffelherdenartig die Trails abgrasen, von daher werden den "Einruhrern" noch den Radrebellen noch der TDH die Leute laufen gehen und das ist auch gut so ! Achja, eines hätte ich fast vergessen: Petrus ist ein Mitglied im SV Einruhr, trauhaftes Herbstwetter mal wieder !