31.08.2015

Leogang - Auf die Asitz

Nach dem geballer am Samstag sollte es am heutigen Montag morgen etwas ruhiger zugehen. Ausserdem sollte der Berg wieder "erhaft" besiegt werden, hatte schon ein ganz schlechtes Gewissen so viele Höhenmeter per Lift vernichtet zu haben. Ok 5000hm ohne Lift wären auch ein hartes Brot gewesen. Heuer standen nicht ganz so viele an, den noch sollten es mal 900hm am Stück werden und insgesamt auf 35km gute 1300hm.
Da dämmel er ... immer naufi. Hier bei Feistenau
Der dicke im Anstieg ... hier kurz vor der Burgeralm

Der Tag startete wiedermal herrlich, nach oppulentem Frühstück ging's bei Kaiserwetter und 20°C morgends um 9 Uhr auf's Bike. Zunächst ganz schnöde auf Asphalt das Tal hinauf entlang der Leoganger Ache. Im seichten auf und ab, tendenziell mehr auf, radelt man so daher. Durch herrlich blumenbehangene Höfe und schnuckelige Orte. Vorbei am Griessensee findet man dann den Weg nach Hochfilzen. Schnell entlang der Strasse nach Faistenau und nu wieder ab in die Berge. Es beginnt hier der lange Anstieg vorbei am Spielberghaus bis auf den Kohlmaiskopf. Doch zunächst erstmal bis zum Gasthaus Eiserne Hand. Von da aus folgt man dem Spielbergbach. zunächst gemächlich doch nach dem Steinbruch geht's richtig zur Sache. Mit durchschnittlich 15-16% zieht sich dem Gerät hier hoch, einzig bei der Burgeralm darf man kurz mal verschnaufen weil's ein wenig flacher wird, aber dahinter auch gleich immer wieder steile Abschnitte. Beim Spielberghaus selber hat man dann fast 500hm gemacht. Vorbei an der Wirtsalm ging's dann auch gleich weiter mit dem steilen Zeugs. Dazu nu auch schön in der Sonne ... Tauwetter dür dicke !

Panoramaalm
Froschn am Kohlmaiskopf
Immer weiter folge ich dem Saalbacher Höhenweg, dann erscheint die Panorama Alm, schönes Ding. Ab hier herrschte reger Wandersbetrieb aber zu 99,9% alles in entgegengesetzter Richtung.  Immer wieder fiese Rämpchen und die letzten 150hm waren dann nochmal richtig schön zornig. aber dann war's geschafft, der Dicke & sein Froschn hatten die 900hm weggestemmt. Jetz erstmal ein Riegelchen und Aussicht geniessen. Von hier oben hat man einen traumhaften Blick auf die Leoganger Steinberge mit dem Birnhorn als höchstem Zipfel. Dann machte ich mich an den Trailspass. Ich folgte wieder dem Schönleitenwaldweg. Herrliche Wutzelbehanldung ! Sowas kenn ich normal nur aus Belgien, hier ists aber nochmal ne Nummer ruppiger. In seichten auf und ab zieht sich das Pfädchen daher bis es mich letztlich wieder an der Schönleitenhütte ausspuckt. Am Schönleitenweg wartete schon ne riesen Gruppe mit Guide, ich nutzte die gunst und schoss schonmal durchs Viehgatter. Herrlich wieder die Serpentinchen hinab und dann ..... pffffff....och neeee.... schon wieder ein Durchschlag. Also erstmal flicken. Guide und zwei Teilehmer diskutierten ob man nich besser Schlauchlos fahren sollte ... sollte man ? Naja bis der letzte der Gruppe den Weg hinab geschoben hatte war ich dann auch fast fertig und hatte die Gruppe bis zur Asitz wieder bei. Ein Grund warum ich diese großen Gruppen nicht mehr mag: es sind einfach zu viele unterschiedliche Niveaus unterwegs, da macht es dann den Könnern genauso wenig Spass wie den Einsteigern .... muss aber jeder selber wissen.
Herrlicher Wutzeltrail ... Schönleitenwaldweg
Da dämmelt er ... der Dicke & sein Froschn
Wurzelbehandlung
Am Hangman I
So da war ich also wieder an der Asitz, was lag da näher als den herrlichen Hangman nochmal unter die Stollen zu nehmen. Also rein ins Gemüse. Rumpel die pumpel war ich schon an der Mittelstation wo Frau & Kind den herrlichen Sinne-Park an der Stöcklalm genossen. Eine Johannisbeerschorle später schossen wir davon, die zwei Damen mit der Gondel und der Papa per Hangman II. Wiedermal ein geballer vom allerfeinsten, wenn mans ein wenig kennt kann man's noch besser laufen lassen. Herrlich ! In etwa zeitgleich trafen wir dann wieder im Hotel ein und die Jause schmeckte nochmal besser hatte man doch diesmal den Berg erhaft besiegt :)




29.08.2015

Leogang - Big 5

So alle Jahre wieder gönnt Familie Hubert sich ein paar Tage Auszeit. Dieses Jahr ging's nochmal nach Leogang in Österreich, da waren wir in 2009 schonmal und das hatte uns ganz gut gefallen. Also wieder im gleichen Hotel, der Riederalm, eingescheckt. Das ist zwar nicht das günstigste am Platz aber dafür erschien uns Preis/Leistung sehr gut da auch mit Pool usw. reichlich Bespassung für U2 Mitreisende vorhanden. Es liegt zudem optimal für Touren per Bike oder zu Fuss direkt neben der Asitzbahn.
Da Froschn in der Gondel
Im Schönleitenweg ... herrlich !
Samstag morgens machte ich mich dann an ein angepriesenes Highlight des Bikeparks Leogang/Saalbach. Die Big 5 Challenge. Hier hangelt man sich ähnlich wie im Wintersport per Lift durch's ganze Gebiet. Dabei muss man nur schlappe 500hm bergauf dämmeln, kriegt aber dafür 4500hm Abfahrtsvergnügen. Also früh raus und um 9 Uhr die 30€ für's Ticket gelegt und ab in die Gondel gequetscht. Des Froschens Federweg is mit 150mm zwar nicht typisch für Bikeparkbesuche sollte jedoch reichen um einigermassen den Berg runter zu kommen, denke da ist eher der Fahrer das limitierende Gerät.
Auf dem Weg zu Kohlmais...links der Schattberg
Der Hacklberger
... weiter geht's
Hinauf ging's zuerst mal per Gondel auf die Asitz.  In 1750m Höhe startete ich dann das Touürschjen. Zum warm werden, waren ja gerade mal 20°C hier oben, ging's noch ein wenig die Asitz rauf um dann auf halber Höhe auf den Schönleitenweg zur gleichnamigen Schönleitenhütte zu nehmen. Hier fing der Trailspass schon an, mit herrlichem Panorama zog sich das Wegelchen ausgesetzt am Hang entlang. Ab der Hütte ging's dann auch gleich so weiter nur wechselte man die Bergseite. Ein übles Wurzelgemetzel war der Weg in Richtung Kohlmaiskopf. Auf halber Strecke nahm ich dann ein Pfädchen hinunter zur Thuneralm, die Big5 geht normal gerade aus weiter, der Pfad war jedoch zu verlockend. Hatte dann auch paar Schmucke Ecken und Kanten parat, herrliches Teil. So tingelte ich dann den Hang hinab bis zm Spielberghaus wo mich kurz vorher noch ein Plattfuss aufhielt. Tja, wenn man schon "Schlauchlos" fährt sollte man auch regelmässig Milch nachkippen, so musste erstmal der Schlauch rein. Am Spielberghaus nahm ich dann noch den sog. Höllentrail mit, der war zwar fahrbar aber das was da an Drops und Sprüngen drin ist ist wirklich Hölle, ich blieb lieber mal auf dem Boden. Hinab nach Saalbach rollte es sich zügig über eine breite Forstautobahn am Ende erwischte ich noch ein wenig von der MilkaLine, hier knatterte ein Anfängerkurs im Standgas vorweg . Nächstes mal dann vielleicht doch besser oben bis Kohlmais und via Panoramatrail und MilkaLine runter.
isset net herrlich ?
In der Z-Line
Egal, ich war also unten und musste wieder hinauf. Diesmal nahm ich den Schattberg-Express, der spuckte mich auf dem Schattberg Westgipfel auf 2018m aus. Der nächste Trail startete aber erst am Ostgipfel, dazwischen lagen 150hm auf breiter Schotterpiste. Gleich beim Ausstieg sieht man hier schon wie die meisten ihre Prügel den Gipfel hinaufschoben, ich versuchte es mal fahrender Weise. Musste aber auch auf 3/4 der Strecke mal für eine Kehre aus dem Sattel, schweine Steil hier. Vom Ostgipfel wollte ich den legendären Hackelbergtrail abfahren, auf den Wiesen lag dieDownhill Fraktion und pumpte sich wieder Sauerstoff in die Lungen vom schieben, ich nutzte die Gunst um in den Trail zu schiessen. Ging soweit auch ganz gut, leider nicht lange denn am Abzweig zum Bergstadl ein kurzes Pffffff und der Hinterreifen war schon wieder platt, Durchschlag ! Nun gut, es gibt schlimmere Plätze zum flicken als bei Kaiserwetter mit Blick auf die umliegenden Berge. Nach etlichen pumphüben und etlichen Sprüchen der vorbeiziehenden Massen ging's dann auch für mich weiter. Herrlich angelegte 1000hm ging's hier bergab. Über etliche Kürvchen, Anlieger und kleinere Sprünge via Hacklbergalm und später Bucheggtrail zurück nach Hinterglemm. Dort musste ich erstmal die Fingerchen ein wenig auflockern, wasfür ein Massakker !
Panorama Pur !
Nächster Akt ! Der sollte auf dem Zwölferkogel stattfinden. Auf etwas mehr als 1500m stieg ich aus der Zwölferkogelbahn aus und gleich um die Ecke ging's in die Z-Line. Das Gerät war schon einwenig zorniger. Die Sprünge ein wenig größer und zwei riesige Wallrides hatte man hier eingebaut. Springen is nich gerade meine Paradedisziplin, daher konzentrierte ich mich eher aufs fahrenund drücke die meisten Tables weg. Das Teil ist man wirklich schnell heruntergebrezelt, selbst mit Foto-Stops war ich rucki zucki wieder in Hinterglemm.
Eingang Z-Line
grosser Wallride in der Z-Line
Hubbel No.4 wartete. Mit der Reiterkogelbahn ging's hinauf, hier hatte ich die Wahl zwischen Pro-Line und Blue-Line. Eigentlich wollte ich noch 500hm weiter oben zum Wetterkreuz, aber aufgrund der zwei Platten entschied ich mich zur Abfahrt auf der humaner erscheindenden Blue-Line aus Zeitgründen. Am Eingang liess ich dann einem Liteville 601 und Protektoren behangenem Pärchen den Vortritt weil ich dachte die können was ... naja, nich denken gucken ! Auch hier gibt's halt die Devise :"mehr Schein als Sein" drei Kehren weiter liessen sie mich dann vorbei und weitere drei Kehren weiter waren sie aus dem Sichtfeld und ich bin wahrlich kein Crack im Park, die haben bestimmt den ein oder andern aus der DownhillFraktion zum glühen gebracht :)). Die Blue-Line selber war fluffig zu fahren, hier und da traute man sich dann auch mal den ein oder anderen Hubbel zu springen, aber nich zu wild, Urlaub soll ja nich gleich am ersten Tag schon vorbei sein. So ... auch diese Abfahrt war geschafft, ein letztes mal musste ich nochmal hoch.
...an der Schönleitenhütte
Mit der Kohlmaisbahn ging's wieder hinauf auf den Kohlmaiskopf, von dort musste ich wieder zurück zur Asitz. Blöderweise nahm ich den Panoramatrail, auch schön, spuckte mich aber 200hm zu tief wieder aus. Das musste also wieder hochgedämmelt werden. Also ging's oberhalb der Thuneralm wieder hinauf zur Schönleitenhütte, die mittlerweile 30°C Außentemperatur hatten mich ein wenig weichgekocht. Also an der Schönleitenhütte erstmal nen halben Liter Johannisbeerschorle nachtanken, herrlich ! 30°C Kaiserwetter, zur einen Blick auf den Watzmann zur anderen auf Glockner und Kitzsteinhorn. Very nice ! Uh schon kurz vor drei nu aber ab ins Tal. Letzte Abfahrt, volle Brause den Hangman I und II hinunter, so der Plan. Zunächst nochmal den herrlichen Schönleitenweg zur Asitz und dann hinterm Lift geht der Spass los ... Hangman I !!! Ein Trail fast ganz nach meinem Geschmack. Ok die Drops brauchts für mich ned und ein zwei Wurzelpassagen waren für mich auch unfahrbar aber der ganze große Rest ... a Traum ! Herrlich technisch zieht er sich neben der Gondel ins Tal, Wurzelbehandlungen vom feinsten, Absätze, Anliegerkurven .... ein einziger Rausch. Ab der Mittelstation dann Hangman II. Der Rausch geht weiter. Zwar nicht mehr so anspruchsvoll, dafür um so schneller. Riiiiiiesen Anliegerkurven verleiten zum heitzen. Der ein oder andere "Table" verleitet zum abheben, so richtig werde ich aber kein Flieger werden. Was für ein geballer hier runter. Zwei Ostdeutsche Kameraden heizen mit mir gen Tal denen musste man dann auch das Grinsen aus dem Gesischt meisseln ! Ich kann's nur nochmal wiederholen: A TRAUM !
... wieder am Schönleitenweg
Eingang Hangman 1
Cracks im Hangman
So ... dann war ich unten, 4500hm bergab lagen hinter mir und knackige 800hm hinauf. Alles in allem eine sehr spassige Runde, sollte man mal gemacht haben auch wenn ich kein befürworter von Aufstiegshilfen wie Lifte bin. Aber die Runde ist auch so sehr fordernd, mann kann sie zwar theoretisch mit wenig Fahrtechnik fahren da es auch immer Möglichkeiten über breitere Wege gibt, man sollte dennoch über eine gewisse Grundfitness verfügen da auch das bergabfahren nicht zu unterschätzen ist.Im Hotel schmeckte die Jause und das verdiente Radler dann natürlich doppelt gut ... was für ein Tag auf dem Bike !

23.08.2015

Aus der Technikecke: Umbau 3fach auf 2fach

Hä? Wie 2-fach? Warum das denn ?
Nun ja zum einen waren die Blätter anmeiner derzeitigen Kurbel abgeranzt und zudem schraube ich halt gern und probier dann auch mal hin und wieder was neues wenns mir sinnvoll erscheint 

Und wie hastes dann gemacht ?
Als erstes bestellte ich ein wenig Material, neue Kurbel,22er Kettenblatt, Kette, Kettenführung. Der Rest blieb so wie er war. Ich wollte da erstmal mit demOriginal 3fach Umwerfer versuchen.
mit folgendem Setup am Antrieb ging's dann ins Rennen:

  • Shifter: Shimano SLX SL-M670 [Serie]
  • Umwerfer: Shimano SLX FD-M671 Drect mount [Serie ]
  • Kurbel: Shimano XT FC-M785 2-fach 64/104 LK 38/22[ Neu, umgerüstet mit 22er KB ]
  • Kette: KMC X10 [ Neu ]
  • Schaltwerk: Shimano XT RD-M785
  • Kasette: Shimano SLX CS-HG81 11-36
  • Kettenführung: Exustar c.guide
Also erstmal alte Kurbel runter und neue rangebaut, wer hier nicht weiss wie das geht sollte mal danach googeln, gibt massig Tutorials. Ebenso die neue Kette und die Kettenführung, die Krubelmodifizierte ich zuvor noch mit dem 22er Kettenblatt. Eine extreme Variante die aber funktionieren soll. 

Dann ging's ans einstellen
Nachdem was ich so gelesen hatte schien es nicht möglich die 2fch Kurbel mit einem 3fach Umwerfer zu betreiben zumindest bei der Direct Mount Variante wie an meinem Slide. Ich wollts trotzdem erstmal probieren. Das habe ich dannwie folgt tatsächlich auch hinbekommen:

  • Zug am Umwerfer lösen [ Bild 1 Z ]
  • Am Shifter den Schalter von 3fach auf 2fach Umlegen [ siehe Bild 2 ], somit kann man mit dem Shifter nur noch zweimal schalten
  • Als nächstes den Umwerfer lösen und ganz nach unten schieben, Zug unter leichtemziehen wieder befestigen, wenn er vorher lang genug war funktioniert das auch, wenn nicht neuen Zug einführen. Das ganze natürlich in der unteren also ersten Position am Shifter
Somit hat man schonmal grob abgesteckt das absofort vorne nur noch zweimal geschaltet werden kann, nun gehts an die Feineinstellung.

  • Als erstes den unteren Anschlag einstellen, dazu muss die Kette auf dem kleinen KB liegen
  • Mit der L Schraube ( siehe Bild 1 ] nun möglichst nahe ans Kettenblatt/ Kette ranziehen [ siehe Bild 3 ]
  • Dann die Ketteauf das größte Kettenblat legen und den oberen anschlag mit der H Schraube [ siehe Bild 1 ]  einstellen, es sollten ca.1-2mm Luft zur Kette bleiben [ siehe Bild 4 ]
  • Den Rest kann man später auch noch ein wenig über die Einstellschraube am Shifter nachjustieren, reindrehen = weniger Zugspannung Umwerfer wandert nach unten, rausdrehen = mehr Zugspannung Umwerfer wandert nach oben.
So kriegt mans aber hin, ist zwar ein wenig fummel, also Zeit und Ruhe bewahren, aber eslässt sich nahezu perfekt einstellen. Am Anfang hatte ich den unteren Anschlag zu weit weg vom kleinen Kettenblatt, dann fällt die Kette aber beim runterschalten von der Kurbel, das muss wirklich so nahe wies geht ans kleine Kettenblatt,so das man schon leichtes schleifgeräusch hört. Ebenso muss man am oberen Anschlag auch ganz penibel einstellen sonst zieht man die Kette beimschaltenüber das grosse Blatt hinaus. Am besten erstmal im Montageständer alles so gut einstellen wies geht und dann bei ner Probefahrt einwenig mit der Einstellschraube am Shifter nachjustieren, hat bei mir auch ganz gut funktioniert.

Die Kettenführung soll dann dafür sorgen das die Kette nicht mehr runter plumpst. Is mir schon hin und wieder im ruppigen Gelände passiert. Wenn man Shadow Plus hat geht's zwar auch aber ich hab kein Bock ständig den Schalter am Schaltwerk hin und her zu schalten.

Bilder:
Bild 1 umwerfer, ganz nach unten geschoben
Bild 2 Shifter mit umgelegtem Schalter
Bild 3 Einstellung unterer Anschlag am kleinen Kettenblatt
Bild 4 Einstellung oberer Anschlag am großen Kettenblatt
Bild 5 Kettenführung
Bild 6 Gesamtsetup

Praxistest
Bei der ersten Tour machte das ganze einen guten Eindruck. Ob ich jetzt mehr oder weniger schalte kann ich noch nicht sagen, aber durch die extremeAbstufung 38/22 fällt man beimrunterschalten so ein bisschen in ein Loch. Dem kann man aber entgegen wirken in dem man hinten auch entsprechend ein oder zwei Gänge höher wählt. Ich wollte jedenfalls nicht auf das 22er Kettenblatt verzichten und nehme das gerne in kauf.

Oben raus hat das 38er Kettenblat genug reserven um auch bei 40-45km/h noch mittreten zu können. Darüber wird's einwenig umrund, aber wer braucht das schon beim Mountainbiken?
Die Schaltperformance an sich lässt sich nahezu auf das gewohnt gute "Original-Schaltgefühl" abstimmen, vorrausgesetzt man hat sich die Zeit und Ruhe genommen das auch penibel einzustellen.

Den Gewichtsvorteil spüre ich natürlich nicht, a) habe ich selber genug auf demRöllchen und b) habeich den durch dieMontage der Kettenführung wieder ausgeglichen. Durch die Kettenführung hat man bei manchem Gängenminimal Laufgeräusche der Kette, stört abernicht.

Alles in allem für mich an einem AllMountainbike eine sinvolle Übersetzung,man gewinnt ein wenig Bodenfreiheit und hat weiterhin mit 20 Gängen eine sehr große Bandbreite. Man hat sich auch schnell das etwas andere Schaltverhalten ( hinten gleich mitschalten ) angewöhnt,für mich passt es und es ist ein für alle mal bewiesen: 38/22 funktioniert und 2fach Kurbel mit 3fach Umwerfer funktioniert ebenso gut.  


Manches kann man nicht so gut erklären wie man's selber macht, wenn noch Fragen offen sind fragt !

09.08.2015

Ahrkloppertje über 4 Türme

Es war mal wieder an der Zeit für ein zünftiges Ahrkloppertje. So trafen sich 4 Recken in Walporzheim um ein deftig Touürschje unter die Stollen zu nehmen. Petrus hatte und "Tauwetter für Dicke" beschert, lecker warm und dazu 100% Luftfeuchte in Nebelform. Zunächst tingelten wir an der Ahr entlang bis Bad Neuenahr, dann ging's den ersten Hubbel hinauf. Bereits hier schmolzen wir dahin, meine Herren das war Waschküche pur !


Erste Sation war der Neuenahrer Berg mit seinem Türmchen oben druff. Hier schmetterten wir den herrlich geschmeidigen Pfad hinunter. Schon steuerten wir die nächste Sation an, das war der Steckenberg, laaaaanger Anstieg hinauf. Das Wasser floss in Strömen. Wir schossen dafür sogleich den sehr schnellen und geschmeidigen Lennepfad hinunter, gefolgt von der sogennannten Achterbahn. Herrlich ! Nu waren wir aber schon wieder unten, müssen also wieder naufi ! Diesmal aber halb so wild, bisschen durch den Trimmdichpfad beim Kletterwald und schon flogen wir die "Winkeljass" eraffe. Immer wieder super diese drei geschmeidigen Pfädchen in Kombination zu fahren.


Als nächstes nahmen wir den lieblichen Brückenpfad am Kalvarienberg mit, erinnert einen immer ein wenig an Luxemburg oder Venedig :) Es folgte der dritte Turm im Bunde. Der steht ganz oben auf bem Steinhalskopf. Also Mal wieder hinauf ... und hinauf .... und hinauf ... man war das ne zähe schei..... 300hm später standen wir vor dem Turm und machten erstmal Riegelpäuschen. Wetter und Hubbel hatten die Körnerspeicher gut geleert. So nu aber weiter, wir warfen uns in die Abfahrt Richtung Katzley. Alter Schweder jetzt schmolzen nicht nur die Körper dahin sonder auch die Bremsbeläge. Das Pfädchen zieht sich quasi direkten Weg ins Tal, herrlich Steil aber leider fast ausschliesslich gerade aus. Egal für die Kurven sorgte im Abschluss die Katzley, diesmal links herum mit schön anspruchsvollem Trail.


Oh, sind ja schon wieder unten ! Also wieder rauf .... nochmal längerer aber geschmeidiger Anstieg auf den Krausberg. Dort enterten wir Türmchen No.4. Wir nahmen erstmal den schönen Trail links hinunter an der Hütte. Herrlich Pfädchen, leider viel zu kurz, aber dafür muss man dann auch nich so viel wieder raufdämmeln. Wieder oben am Krausberg nahmen wir dann die Spielplatzvariante. Nun schob sich auch die Sonne durch die Wolken was echtes Urlaubsfeeling erzeugte. Herrlich so ein "Sundowner" zum Abschluss. Eine Kehre nach der andern zirkelten wir herab. Unten wieder zurück nach Walporzheim über dan schönen Bergpfad und dann ... ja dann wartete das Weizenbier auf uns ! Was gibt es schöneres als sich nach solch einem gemetzel den Hals mit Bier zu kühlen :)
Die Rechnung für das gemetzel: 37km/1350hm